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Geschrieben von forextotal am 21. Mai 2015
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Notenbanken verleihen Pfund-Kurs Auftrieb

Britisches Pfund (GBP)

In dieser Handelswoche stehen die Veröffentlichungen von Sitzungsprotokollen der Zentralbanken im Zentrum der Aufmerksamkeit. Diesen hat das britische Pfund am heutigen Donnerstag einen deutlichen Aufschwung gegenüber dem US-Dollar zu verdanken. Sterling stieg auf ein Sitzungshoch und durchbrach am Nachmittag die Marke von 1,5665 USD.

Fed verzögert erste Zinsschritte

Wie erwartet bot das gestern Abend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank keine klaren Hinweise auf einen Termin für den ersten Zinsschritt. Damit geht das Rätselraten der Anleger um einen möglichen Zeitplan der Federal Reserve Bank in die nächste Runde. Die Publikation offenbarte aber auch, dass nur noch wenige Währungshüter den Juni als geeigneten Zeitpunkt für erste Leitzinsänderungen ansehen.

Doch nicht nur deshalb gilt die Zinswende vorerst als verschoben: Darüber hinaus bleiben die Zeichen auf wirtschaftliche Erholung nach der Flaute während der Wintermonate in den USA bislang aus. Die Mitglieder des Zinsauschusses verwiesen darüber hinaus auf internationale Risiken wie die konjunkturelle Entwicklung Chinas und die Schuldenkrise Griechenlands. Für den Kurs des US-Dollars bedeutet diese Veröffentlichung, dass seinem Aufwärtsstreben ein vorläufiges Ende gesetzt ist.

BoE verlegt Zinsfrage um drei Jahre

Dagegen fiel der Ton im Sitzungsprotokoll der Bank of England merklich hawkisher, also aufgeschlossener für steigende Leitzinsen, aus. Einstimmig beschloss der geldpolitische Ausschuss, zunächst die Zinssätze sowie das QE-Programm unangetastet zu belassen. Außerdem soll der Leitzins auch in den kommenden drei Jahren nicht steigen.

Nach drei ersten schwachen Monaten werten die Währungshüter die wirtschaftliche Entwicklung des Inselstaats als positiv. Längerfristig gesehen soll auch die Inflationsrate nicht auf ihrem gegenwärtigen Niedrigniveau verharren, sondern gegen Jahresende anziehen. Zum Wochenbeginn publizierte Zahlen belegten, dass Großbritannien erstmals seit 1960 in eine Deflation abrutschte. Zur positiven Stimmung der Anleger gegenüber dem britischen Pfund trug schlussendlich der deutliche Anstieg in den Einzelhandelsumsätzen bei. Die Märkte zeigen sich mit Blick auf die britische Wirtschaft optimistischer.

Die in diesem Artikel angegebenen Informationen sollten nicht als Handelsempfehlung betrachtet werden. Stützen Sie Ihre Handelsaktivitäten auf eigene Analysen und Ihr eigenes Wissen. Und befolgen Sie immer die wichtigsten Schritte beim Trading - egal ob bei Aktien, Kryptos oder klassischen Währungen.

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