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Geschrieben von forextotal am 17. Oktober 2017

Inflation treibt Pfund an

Trotz der anhaltenden öffentlichen Debatte rund um das Themenfeld Brexit notiert das britische Pfund an diesem Dienstag wieder merklich höher. Für den Aufwärtstrieb sorgen die jüngsten Inflationszahlen aus Großbritannien. Zu den Gewinnern dieses Wochenbeginns zählt außerdem der amerikanische Dollar. Ihn stützen Gerüchte um einen neuen Chef für die Federal Reserve Bank.

Bank of England unter Zugzwang

Der Brexit, also der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union, wird allgemein als schwere Last für die wirtschaftliche Entwicklung des Inselstaats angesehen. Umso überraschender waren da die neuesten Zahlen zur Inflation. Die ist nämlich im Monat September auf ihren höchsten Stand innerhalb der vergangenen 5 1/2 Jahre gestiegen. Mit einer Rate von 3,0% übersteigt sie jetzt die angepeilte Marke von knapp 2,0%. Zu diesem Anstieg führten vor allem höhere Kosten für Lebensmittel und Wohnen.

Es ist der Wertverlust des britischen Pfunds, der den privaten Haushalten teuer zu stehen kommt. Sind es doch in erster Linie die Lebenshaltungskosten, die rasant zugenommen haben. Die Löhne können mit dieser Entwicklung indes nicht mithalten. Die hohe Inflation setzt die britische Notenbank in Zugzwang. Diese muss jetzt mit einer Leitzinserhöhung auf die Preisentwicklung reagieren - eine Aussicht, die den Kurs des Pfunds heute bis auf einen Wert von 1,3184 USD trieb.

Wechsel in der Fed-Chefetage?

Doch auch der US-Dollar spielt an diesem Dienstag sein Potenzial aus. Spekulationen um einen möglichen neuen Vorsitzenden für die amerikanische Zentralbank Federal Reserve begünstigen die Kursentwicklung. Der US-Dollar-Index kletterte in der folge auf 93,31.

Berichten zufolge zieht US-Präsident Trump den Ökonomen John Tylor als neuen Fed-chef in Betracht. Dieser steht für eine konservativere Geldpolitik ein als es bei der aktuellen Notenbankchefin Janet Yellen der Fall ist. Janet Yellens Amtszeit findet zum Beginn des Monats Februar ihr Ende. Sie steht aber weiter im Rennen um den Posten, gemeinsam mit dem Fed-Mitglied Jerome Powell, dem ehemaligen Fed-Mitglied Kevin Warsh und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn.

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