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Geschrieben von forextotal am 30. Juni 2017

Geldpolitische Trendwende belastet US-Dollar

Internationale Zentralbanken bereiten Anleger auf den Abbau geldpolitischer Stimuli vor. Damit ist die Wende hin zu einer normalen, konservativeren Geldpolitik eingeleitet. Mit der einhergehenden Aufwertung zahlreicher Landeswährungen gehen Verluste für den US-Dollar einher. Zum Ende der Handelswoche musste der US-Dollar-Index auf einem Achtmonatstief verharren.

Ende der Vorreiterrolle

Die Federal Reserve Bank hat ihr Alleinstellungsmerkmal in der Welt eingebüßt - was in der Folge die US-Landeswährung Dollar stark unter Druck setzt. Bislang war die amerikanische Zentralbank global die einzige, die ihrer lockeren Geldpolitik ein Ende bereitete und damit dem Greenback zu einem mächtigen Aufschwung verhalf.

In anderen Teilen dieser Welt - insbesondere in Europa - lag der Schritt hin zu einer konservativen Geldpolitik lange in weiter Ferne. Im Gegenteil, immer weiter wurden die Geldschleusen geöffnet, um die lokale wirtschaftliche Entwicklung zu stützen. Dieser Trend gilt spätestens seit den jüngsten Äußerungen des EZB-Präsidenten Mario Draghi als beendet.

EZB und BoE ziehen nach

Zum Beginn der Handelswoche verlieh Draghi der europäischen Gemeinschaftswährung Flügel. Hintergrund war sein Ausblick auf ein baldiges Ende des Programms zur quantitativen Lockerung. Inzwischen hat der Euro etwas von seiner Schubkraft verloren, das Währungspaar EUR/USD notierte zuletzt bei 1,1421 USD.

Ähnliche Wirkung auf die Devisenmärkte hatte eine Andeutung des britischen Notenbankchefs Mark Carneys. GBP/USD kletterte in der Spitze auf einen Wert von 1,3024 USD. Er machte die Notwendigkeit deutlich, geldpolitische Stimuli zurückzuschrauben. Noch zur letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England machte er sich für einen Beibehalt des Status Quo stark.

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