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Geschrieben von forextotal am 20. August 2015

Fed zögert, Euro steigt

Europa und der Euro

Laut den jüngsten Protokollen der Federal Reserve Bank schrecken die Mitglieder des FOMC-Ausschusses weiterhin vor einem klaren Bekenntnis zu ersten Zinsschritten im September zurück. Alles deutet auf eine weitere Verschiebung des Termins für die Zinswende in Richtung Jahresende hin. Davon profitiert die europäische Gemeinschaftswährung, seit gestern Abend stieg diese ungehindert an und erreichte zuletzt einen Wert von 1,1177 USD.

Zinswende nicht um jeden Preis

Wie aus den vorgelegten Protokollen hervorgeht, sind sich die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses zwar darüber einig, dass die Leitzinsen in den Vereinigten Staaten erhöht werden müssen, über den geeigneten Zeitpunkt für erste Schritte jedoch scheiden sich die Geister. Neueste Daten aus der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt jedenfalls stärken den hawkish Eingestellten unter ihnen den Rücken, die Voraussetzungen für die Zinswende hatten sich in jüngster Zeit verfestigt. Doch noch immer hält eine Mehrheit der stimmberechtigen Ratsmitglieder das Umfeld für eine konservativere Geldpolitik nicht für ideal.

Inflationsziel verfehlt

In erster Linie spricht derzeit ein wichtiger Indikator gegen frühzeitige Veränderungen des Leitzinses: Die Inflation in den USA betrug im Juli gerade einmal 0,2%. Die Kerninflation hingegen, die die Preise für Lebensmittel und Energie ausklammert, belief sich weiterhin auf 1,8% und blieb damit nur knapp hinter den Wunschvorstellungen der Währungshüter zurück.

Den Ausschlag für die zögerliche Haltung der amerikanischen Notenbank gab dann wohl aber die angespannte Lage in China. Seit Juli bereits beäugen die Banker die Konjunktur- und Aktienkrise in der Volksrepublik. Selbst das beherzte Eingreifen der chinesischen Notenbank PBoC konnte die Märkte nicht beruhigen, es droht eine zweite Blase, eine so genannte Echo-Blase, an den Aktienmärkten des Landes zu platzen.

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