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Geschrieben von forextotal am 18. Juni 2015

Fed hält an Nullzinspolitik fest

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Für die Zinsfalken innerhalb des FOMC-Ausschusses standen die Zeichen von vorneherein schlecht. Deshalb überrascht es auch nicht weiter, dass sich die Währungshüter der Federal Reserve Bank vorläufig dazu entschieden haben, ihre Niedrigzinspolitik fortzuführen. Bevor die Zinsen wieder ansteigen können, so die offizielle Stellungnahme der Zentralbank, müsse sich zunächst der Arbeitsmarkt weiter stabilisieren und die Inflationsrate in Richtung der angepeilten 2,0%-Marke rücken. Da die Entscheidung der Notenbank bereits vorauszusehen war, fiel die Reaktion an den Finanzmärkten eher zurückhaltend aus.

Chance auf frühe Zinswende vertan

Eine Kehrtwende um 180° machte am Abend der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung. In den vergangenen Tagen zeigte sich diese merklich angeschlagen und tendierte gegenüber dem US-Dollar niedriger. Mit der Ankündigung der Fed, die Zinssätze auf ihrem historischen Rekordtief zu belassen, schnellte der Wechselkurs schließlich nach oben. Im Verlauf des Nachmittags konnte sich der Euro noch weiter behaupten und notierte inzwischen über 1,14 USD.

Mit der gestrigen Entscheidung stellten die Notenbanker die Weichen für die kommenden Monate. Mit einem Eingriff in die expansive Geldpolitik rechnen die Finanzmärkte frühestens im Herbst dieses Jahres. Schließlich bezieht sich die Fed in ihrer Stellungnahme eindeutig auf die zu niedrige Inflationsrate und prognostiziert zugleich für das laufende Jahr einen Anstieg auf maximal 1,4%. Erst im Jahr 2017 ist realistisch mit einer normalisierten Inflation von bis zu 2,0% zu rechnen.

Raum für wirtschaftliche Erholung

Ein weiteres Argument für die abwartende Haltung der Währungshüter bietet die US-Wirtschaft. Nach einem schwachen ersten Quartal zog die Dynamik zwar kräftig an, gefestigt ist der herbeigesehnte Aufschwung im zweiten Jahresviertel deshalb jedoch noch lange nicht. Über das Jahr gesehen dürfte der Zuwachs im Bruttoinlandsprodukt die Marke von 1,0% nicht überschreiten und liegt damit weit hitner den Frühjahrsprognosen der Zentralbank zurück.

Damit eng verknüpft ist die Entwicklung am US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Diese fiel zwar in den vergangenen Wochen recht optimistisch aus, doch Vorhersagen zufolge wird die Arbeitslosigkeit frühestens 2016 unter die Schwelle von 5% fallen.

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