Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 8. Mai 2014

EZB-Ratssitzung: Keine Überraschungen erwartet

Zentralbank (EZB)Mit Spannung sehen die Marktteilnehmer am Donnerstag den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung entgegen. Im Vorfeld der Rede des Chefs der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, notiert der Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin nahe seines Zweimonatshochs vom Montag. Analysten sind davon überzeugt, dass der heutige Tag keine größeren Änderungen in der Geldpolitik der Zentralbank nach sich ziehen wird.

Steigende Inflation nimmt Druck von EZB

Kürzlich veröffentlichte Zahlen für April zeigen einen leichten Anstieg der jährlichen Inflationsrate in der Eurozone. Nach einer längeren Flaute stiegen die Verbraucherpreise von ihrem Rekordtief von 0,5% auf immerhin 0,7% an. Damit ist der Abstand zu der von der EZB angestrebten Inflationsrate von etwas unter 2% zwar noch groß, die Zahlen könnten jedoch eine langfristige Entwicklung ankündigen. In jedem Fall milderte dieser Anstieg der Konsumentenpreise den Druck auf die EZB, geldpolitische Maßnahmen gegen die niedrige Inflation zu ergreifen.

Tatsächlich stützen zu Wochenanfang positive Einkaufsmanagerindizies die Zuversicht des Marktes in der Eurozone. Die positive Stimmung im Herstellungs- und Dienstleistungssektor, der immerhin den stärksten Anstieg seit drei Jahren verzeichnet, macht weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen seitens der EZB unwahrscheinlich.

Geldpolitische Maßnahmen sind nicht vom Tisch

Dennoch bleiben die heutigen Ankündigungen des EZB-Chefs Draghi spannend: Die Zentralbank hat nämlich ihre konventionellen Mittel nahezu ausgeschöpft. Lediglich ein breit angelegtes Anleihenkaufprogramm steht der Bank noch als effektives Mittel zur Verfügung, um gegen eine mögliche Deflation anzukämpfen. Auch wenn Draghi also am Donnerstag den unkonventionellen Maßnahmen eine Absage erteilt, könnte diese nur vorläufig sein. Schließlich zeigte die von der EU-Kommission diese Woche veröffentlichte Prognose, dass es in der Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone auch 2014 wohl keine scharfe Trendwende geben wird.

Bildquelle: goodstock / fotolia.com

Schreibe einen Kommentar

Impressum