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Geschrieben von forextotal am 31. Juli 2015

Euro schnellt 1,10 USD entgegen

Europa und der Euro

Nach der großen Ankündigung der Federal Reserve Bank zur amerikanischen Geldpolitik hätte man von einem ruhigen Wochenausgang an den Devisenmärkten ausgehen können. Doch weit gefehlt: In einem überraschenden Zug sprang die europäische Gemeinschaftswährung am Nachmittag mit einem Riesensatz auf einen Wert von 1,1088 USD. Am Vormittag dümpelte der Wechselkurs noch etwas lustlos bei 1,0953 USD. Was hat diesen rabiaten Richtungswechsel im Kurs des Währungspaars EUR/USD bewirkt?

US-Dollar wartet auf neue Signale

Zum Ende dieser Woche verlor der bislang so erfolgreiche US-Dollar dann doch noch die Gunst der Anleger. Nach der Veröffentlichung durchaus optimistischer BIP-Zahlen blieb der Greenback noch auf breiter Front unterstützt. Zwar fielen die Daten etwas schlechter aus als im Vorfeld von Analysten vorhergesagt wurde, doch sie stützten die These einer fortschreitenden Erholung im amerikanischen Arbeitsmarkt. Da die Fed in ihrer Stellungnahme ganz deutlich darauf hinwies, dass der Zeitpunkt für erste Zinsschritte von der Entwicklung am Arbeitsmarkt abhängig seien, wurden damit auch die Spekulationen auf erste Zinsschritte im September gestärkt.

Etwas brüchiger wurde die gute Stimmung dann mit der Mitteilung vom US-Arbeitsministerium, laut der die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche um 12.000 anstieg. In der kommenden Woche werde neue Zahlen vom Arbeitsmarkt für starke Impulse im Kurs des Dollars sorgen. Eine stabile Arbeitslosenquote könnte dem Dollar erneut den Rücken stärken.

Inflationsdaten beflügeln Euro-Kurs

Auf der Gegenseite erhielt der Euro breite Unterstützung, nachdem neuste Zahlen zeigten, dass die Verbraucherinflation in der Eurozone im Monat Juli um 0,2% angezogen ist. Die Kerninflation, die Preise für Lebensmittel und Energie ausklammert, stieg gar um 1,0% und damit höher als erwartet. Zur positiven Stimmung der Anleger gegenüber der Gemeinschaftswährung trug außerdem die Meldung bei, dass die Arbeitslosenquote in der Eurozone unverändert bei 11,1% verharrte. Der Auftrieb, den der Kurs von diesen Preisdaten aktuell erhält, dürfte aber nur von kurzer Dauer sein. Schließlich ändern diese Inflationsdaten nichts am generellen Kurs der Europäischen Zentralbank, der weiterhin auf dem Wert der Währung lastet.

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