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Geschrieben von forextotal am 6. Juli 2015

Euro mit Verlusten nach griechischem „Oxi“

Europa und der Euro

Durch den überdeutlichen Ausgang des Referendums am Sonntag hat das griechische Volk seine Meinung Kund getan, zugleich aber für Bestürzung unter europäischen Politikern gesorgt. Entschlossener denn je stehen die Griechen hinter der Regierung von Alexis Tsipras und setzen sich gegen die geforderten Strukturreformen der Gläubiger zur Wehr. An den Finanzmärkten sorgte dieses deutliche "Nein" am Montag für Aufruhr: Im Tagesverlauf rutschte der Dax in die Minuszone, der Euro musste gegenüber dem Greenback einen Verlust von über einem Cent hinnehmen.

Von Panik keine Spur

Doch der viel beschworene große Crash blieb heute sowohl an den Aktien- als auch an den Devisenmärkten aus, zeitweise konnten Dax und Euro sogar aufwärtsstreben. Positiv nahm die Finanzwelt den Rücktritt des griechischen Ministers Yanis Varoufakis auf. In Anbetracht der anhaltenden Spannungen zwischen seiner Person und den Politikern anderer EU-Länder machte Varoufakis seinen Posten für einen Nachfolger frei, der an seiner Stelle die Gespräche mit den Gläubigern neu aufnehmen soll.

Freilich konnte diese Nachricht die Verlustbewegung im Kurs des Euros nur temporär aufhalten: Nach einem letzten Aufbäumen rutschte der Wert der Gemeinschaftswährung am Nachmittag weiter ab. Zuletzt notierte das Währungspaar unter der Marke von 1,1030 USD. Analysten prognostizieren allerdings, dass sich der Kurs schon bald wieder stabilisieren wird - schließlich könne mittlerweile kaum noch eine Nachricht aus Griechenland die Anleger ernsthaft schockieren.

Aufbruch in eine ungewisse Zukunft

Noch völlig offen hingegen ist die Frage, wie es nach dem mit einem Freudentaumel gefeierten "Nein" aus Griechenland jetzt mit dem Land weitergehen soll. Aus der Sicht zahlreicher Ökonomen ist dieser Entscheid hochproblematisch und könnte schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Während der Austritt des Landes aus dem Euro immer wahrscheinlicher wird, stemmt sich die griechische Regierung noch immer mit aller Kraft gegen einen solchen Schritt. Er würde das wirtschaftliche Exil für das krisengeschüttelte Land bedeuten. In Kürze wird auch die Europäische Zentralbank die Kredite einstellen müssen, die das griechische Bankensystem bis zuletzt noch am Leben gehalten haben.

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