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Geschrieben von forextotal am 5. Mai 2014

Euro: Kurseinbruch nach Veröffentlichung deutscher Inflationsdaten

Europa und der EuroNachdem sich der Euro-Kurs gegenüber dem US-Dollar in den letzten Wochen kaum bewegt hat, gab es in der letzten Woche einen ordentlichen Schwung in dem Währungswettstreit. Am letzten Dienstag stieg die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar auf ein Zweiwochenhoch. Wenige Stunden später, mit der Veröffentlichung der deutschen Inflationszahlen, erlitt der Euro einen Einbruch.

Talfahrt nach Zweiwochenhoch

Mit einem Wert von 1,3869 US-Dollar hatte der Euro am Dienstag zunächst an die Kursgewinne vom Montag angeknüpft. Seine Wertsteigerung wurde von der Hoffnung getragen, der Bericht zur Inflation der Eurozone würde zeigen, dass die Verbraucherpreise in diesem Monat wieder angestiegen sind. Dies hätte in der Folge den Druck von der EZB genommen, weitere Maßnahmen im Kampf gegen die schwache Inflation zu ergreifen.

Als dann Deutschland seine Zahlen zu dem Stand seiner Verbraucherpreise veröffentlichte, rutschte der Euro-Kurs rapide ab. Die Konsumentenpreise in Deutschland fielen um 0,2% und stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,3%. Damit wurden die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt, sie gingen von einem Anstieg um 1,4% aus. EUR/USD fiel auf ein Tief von 1,3778.

Kurserholung am Mittwoch

Am Mittwoch gelang es der Gemeinschaftswährung bereits, sich von diesem Tagestief gegenüber dem Dollar zu erholen. Zwar blieben die Gewinne von der anhaltenden Enttäuschung der Marktteilnehmer begrenzt, mit einem Wert von 1,3868 konnte der Euro seine Verluste vom Vortag jedoch wieder ausgleichen.

Die von Eurostat bemessene Jahresinflationsrate in der Eurozone beläuft sich im April auf 0,7%. Zwar ist das ein starker Anstieg im Vergleich zum Rekordtief von 0,5% im März, trotzdem wurden die Markterwartungen nicht erfüllt. Analysten gingen von einem Anstieg auf 0,8% aus. Die EZB ihrerseits strebt eine Inflationsrate knapp unter 2% an. Der leichte Anstieg der europäischen Inflationsrate dürfte die von der Zentralbank angedrohten geldpolitischen Maßnahmen etwas in die Ferne rücken.

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