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Geschrieben von forextotal am 3. Dezember 2015

Euro im Höhenrausch

Europa und der Euro

So hatte sich wohl niemand den Ausgang der heutigen EZB-Sitzung vorgestellt: Statt einer massiven Ausweitung der geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen verabschiedeten die europäischen Währungshüter lediglich eine recht milde Erweiterung ihrer bisher beschlossenen Maßnahmen. Damit ging der Euro ganz unverhofft als Gewinner dieses Handelstages hervor. Innerhalb kürzester Zeit schoss EUR/USD von einem Tief bei 1,0548 USD auf ein vorläufiges Tageshoch bei 1,0838 USD.

Draghi verzichtet auf neue Maßnahmen

Mit Entsetzen reagierten heute die europäischen Aktienmärkte auf die Ankündigungen der EZB. Mario Draghi verkündete statt der verhofften neuen Geldfluten lediglich eine Verlängerung des bereits laufenden Anleihekaufprogramms bis März 2017. Sollte sich die Inflation bis zu diesem Zeitpunkt nicht merklich in Richtung der Zielmarke von knapp 2,0% bewegt haben, könnte das Programm noch länger laufen.

Zusätzlich wird eine leichte Verschärfung des Strafzinses für Einlagen bei der Zentralbank geben. Statt 0,2% müssen Banken künftig 0,3% Zinsen berappen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken. Dieser Schritt soll die Kreditvergabe für Banken attraktiver machen.

Aktienmärkte in Aufruhr

Erwartet hatten die Anleger weit drastischere Schritte, so war denn auch der Euro bereits in den Tagen vor der EZB-Sitzung schwer unter Druck geraten. Entsprechend erleichtert reagierten die Devisenmärkte auf den milden Ausgang. Um rund 3 Cent konnte der Kurs der Gemeinschaftswährung zulegen.

Die Aktienmärkte hingegen reagierten verstimmt auf die heutigen Neuigkeiten. Sie hatten auf neue Milliarden frischen Notenbankgeldes gesetzt. Mit dem Einbruch des Dax werden Stimmen laut, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit der EZB erheben. Mario Draghi habe im Vorfeld zu hohe Erwartungen geweckt.

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