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Geschrieben von forextotal am 20. Juni 2017

BoE-Chef lässt Britisches Pfund einbrechen

Mit dem Brexit-Entscheid der Briten hat für das britische Pfund eine schwere Zeit begonnen. Von Anlegern kritisch beäugt, steht die Währung stets unter dem Verdacht einer bevorstehenden wirtschaftlichen Krise des Inselstaats. Nach der zurückliegenden Wahl scheint auch das politische Chaos perfekt. Die öffentliche Ablehnung einer Zinserhöhung durch BoE-Chef Carney scheint jetzt der letzte Dolchstoß zu sein. Der Kurs von GBP/USD rutschte am Nachmittag auf ein vorläufiges Tief bei 1,2628 USD.

Absage an mögliche Zinsschritte

Für Mark Carney, dem Vorsitzenden der Bank of England, steht eines fest: Für eine Anhebung der Leitzinsen ist es derzeit nicht der richtige Zeitpunkt. Seine klaren Worte hatten an den Märkten Überraschung ausgelöst. Schließlich offenbarte das jüngste Sitzungsprotokoll der Zentralbank, dass sich immerhin drei von acht Mitgliedern im geldpolitischen Ausschuss zu einer Zinserhöhung bekannten. Damit lösten sie unter den Anlegern einige Spekulationen aus.

Doch mit Carneys Ansage dürften solchen Hoffnungen auf baldige Zinserhöhungen vorerst der Riegel vorgeschoben sein. Für den BoE-Chef sprechen die Kennzahlen eine eindeutige Sprache: Verbraucherausgaben, Unternehmensinvestitionen, niedrige Inflation, schwaches Lohnwachstum zeigten klar, dass weiterhin eine lockere Geldpolitik benötigt werde.

Schwere Position in Brexit-Verhandlungen

Die aktuelle Handelswoche gestaltet sich für das britische Pfund bereits von Beginn an als problematisch. Schließlich starteten am Montag die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union zum Austritt aus der EU, dem so genannten Brexit.

Durch die vorgezogenen Wahlen verlor die konservative Partei der Premierministerin May ihre Mehrheit im Parlament. Dadurch gilt die Position Großbritanniens in den Verhandlungen mit der EU als geschwächt.

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