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Geschrieben von forextotal am 20. März 2013

Wechselkurssystem: Renminbi als gekoppelte Währung in China

China und der Renminbi (Yuan)Die Währung der Volksrepublik China ist der Renminbi. Im Westen wird die Währung Yuan genannt. Die Währung ist an den Dollar gekoppelt. Die dabei praktizierte Politik der Chinesischen Zentralbank sorgt immer wieder für Spannungen zwischen westlichen Staaten und China, da dieses gekoppelte System dem Land große Vorteile verschafft.

Wechselkurssystem verschafft China große Vorteile

Die chinesische Währung besteht aus dem Yuan, der 10 Jiao beziehungsweise 100 Fen entspricht. Seit 1994 ist der Yuan mit einer Bandbreite von 0,5% an den US-Dollar gekoppelt. Zunächst nur inoffiziell, später dann auch offiziell. Die Chinesische Zentralbank sorgt mit gezielten Devisenmarktinterventionen für ein Einhalten des vorgegebenen Wechselkurses. China konnte von dieser Wechselkurspolitik gut profitieren - so etwa bei der Bekämpfung der Inflation und auch beim Zugang zu internationalem Kapital. So floss in den letzten Jahren viel ausländisches Kapital in die Volksrepublik. Die Wechselkurspolitik sorgte unter anderem dafür, dass China die Asienkrise ohne Abwertung des Renminbi überstand.

Politik der Chinesischen Zentralbank verärgert den Westen

Doch im Laufe der letzten Jahre hat sich der internationale Druck auf China erheblich erhöht. So fordert der Westen eine Aufhebung der Bindung an den Dollar. Hierdurch wird sich der Yan vermutlich aufwerten. Allen voran fordern die USA, die EU und die südostasiatischen Nachbarstaaten die Volksrepublik auf, den Renminbi freizugeben. Nach der Auffassung dieser Staaten ist die chinesische Währung stark unterbewertet. Doch das hätte besonders für die USA nicht unerhebliche Folgen. Denn die chinesische Währungspolitik stützt durch die Dollar-Käufe indirekt die Staatsverschuldung der USA.

China will sich nicht unter Druck setzen lassen

Fast alle Studien gehen von einer erheblichen Unterbewertung der chinesischen Währung aus. Das verschafft China gegenüber seinen wirtschaftlichen Konkurrenten einen erheblichen Kostenvorteil. Doch bisher zeigt sich die Chinesische Zentralbank hiervon unbeeindruckt und verkündet, dass sie sich nicht unter Druck setzen lasse. Vielmehr werde sich eine Reform des Wechselkurssystems und ein Umbau des Systems an der volkswirtschaftlichen Lage des Landes orientieren. Auch sei hierbei die Situation des Finanzmarktes von Bedeutung.

China reagierte und wertete die Währung leicht auf

Mittlerweile hat China reagiert und seine Währung leicht aufgewertet. Auch bestätigte die Chinesische Notenbank, dass sie die Reform der Wechselkurspolitik vorantreiben möchte. Auch beim Wechselkurs tut sich was - dieser soll flexibler werden.

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