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Geschrieben von forextotal am 22. September 2014

Tipps zur richtigen Geldanlage

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Der Wunsch, das eigene Kapital zu schützen und zu vermehren, ist wohl eine der Hauptantriebsfedern unserer Gesellschaft. In der modernen Banken- und Investmentwelt kann es jedoch schwierig sein, alle angebotenen Finanzprodukte, Sparpläne und Anlagemöglichkeiten zu durchschauen und das beste für die eigene persönliche Lebenssituation herauszusuchen. Mit einigen Vorüberlegungen lassen sich übliche Fehler vermeiden.

Finanzielle Absicherung sicherstellen

Bevor Geld beiseite gelegt und für die Vermögensbildung eingesetzt werden kann, muss zu allererst die Grundversorgung der eigenen Person oder Familie sichergestellt sein. Hierzu ist zunächst eine Haftpflichtversicherung elementar. Sie springt bei Schadensersatzansprüchen durch Dritte ein, wehrt diese entweder ab oder übernimmt sie. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist grundsätzlich freiwillig und nur für solche Bereiche gesetzlich vorgeschrieben, die mit einem besonderen Risiko einhergeben. So sind beispielsweise Fahrzeughalter zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung verpflichtet. Neben privaten Versicherungen existieren auch Berufshaftpflichtversicherungen, die den Versicherungsnehmer gegen beruflich verursachte Schäden gegenüber anderen Parteien schützen. Diese sind in erster Linie bei freiberuflichen Tätigkeiten, beispielsweise als freiberuflicher Architekt, Arzt oder Rechtsanwalt, unverzichtbar.

Die eigene Arbeit sichert häufig nicht nur die Existenz der eigenen Person, oft ist ein ganzer Personenkreis, wie die Ehefrau und Kinder, von ihr abhängig. Da heute der gesetzliche Schutz im Rahmen der Erwerbsunfähigkeit nur sehr begrenzt ist, sollte deshalb generell eine Absicherung der Berufsunfähigkeit in Betracht gezogen werden. Dabei ist es aber auch möglich, unentgeltliche Arbeit wie die einer Hausfrau abzusichern. Als Individualitätsabsicherung wird die Berufsunfähigkeitsversicherung häufig als Zusatz zu einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung abgeschlossen.

Eine Risikolebensversicherung dient zur wirtschaftlichen Absicherung im Todesfall und kann sowohl als finanzielle Stütze für die Hinterbliebenen als auch als eine Form der Altersvorsorge Verwendung finden. In jedem Fall wird eine zuvor vertraglich vereinbarte Leistung im Versicherungsfall an den Versicherungsnehmer oder eine andere bezugsberechtigte Person ausgezahlt. Neben dem Tod kann aber auch das Erleben eines festgesetzten Zeitpunkts, der Eintritt schwerer Krankheit oder die Berufsunfähigkeit versichert werden.

Schulden begleichen

Ausschließlich das Kapital, das nicht unmittelbar für die Lebenshaltungskosten benötigt wird, lässt sich ansparen und anlegen. Das bedeutet auch: Schulden müssen unbedingt getilgt werden. Außerdem ist ein realistischer Überblick über die eigenen Finanzen sinnvoll, um einschätzen zu können, auf welches Geld auch längerfristig verzichtet werden kann. Letztlich sind Kreditzinsen immer höher als Guthabenzinsen. Schulden, seien es "Altlasten" oder die Überziehung des Kontos im akuten Fall, können das mühsam Gesparte also ganz schnell wieder "auffressen". Deshalb sollte vor Abschluss längerfristiger Geldanlagen noch ein Budget für kleinere bis mittlere Anschaffungskosten, beispielsweise für eine Waschmaschine oder ein Auto, eingeplant werden.

Die richtige Anlageform wählen

Bis vor wenigen Jahren war für kurzfristiges Sparen noch ein Tagesgeldkonto zu empfehlen, da es stabile Zinsen bietet und das angelegte Geld unmittelbar verfügbar bleibt. Bedingt durch die starke Absenkung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank jedoch sind die Zinsen für diese Anlageform inzwischen verschwindend gering. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall mehr, längerfristig zu sparen. Dazu hat sich ein Mix aus drei Produkten bewährt, um eine möglichst hohe Rendite, gepaart mit einer möglichst hohen Sicherheit, zu gewährleisten:

  1. Ein Festgeldkonto, auf dem eine Summe längerfristig, das heißt über mehrere Jahre, festverzinst angelegt ist
  2. Ein Aktien-Indexfond als Risikoanlage, die zwar stark schwanken mag aber zugleich auch ordentliche Rendite einbringt
  3. Ein offener Immobilienfond, der es auch Anlegern mit kleineren Summen ermöglicht, sich an Immobilien zu beteiligen. Diese Fonds sind relativ stabil, allerdings wurden 2010 nach der Finanzkrise neue Gesetze verabschiedet, die beispielsweise die tägliche Verfügbarkeit des Kapitals stark einschränken und die Rücknahmeaussetzung auf 30 Monate verlängern.

Für ältere Sparer, die auf ihre Rente hinarbeiten oder sich bereits im Ruhestand befinden, könnte außerdem ein Bankauszahlplan von Interesse sein. Mit diesem legen Anleger und Bank eine monatliche Auszahlrate mit fester Verzinsung fest. Diese Pläne gelten als besonders risikoarm aber auch als realtiv unflexibel, schließlich sind die Sparer an die einmal vereinbarte Laufzeit ihres Plans gebunden.

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