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Geschrieben von forextotal am 14. Juni 2011

Lohnt sich ein Darlehen in Schweizer Franken?

Schweizer Franken (CHF)Um ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu finanzieren, sollte man sich nicht auf das nächstbeste Kreditangebot der Hausbank festlegen. Es lohnt sich meist auch ein Blick über die Ländergrenzen hinweg, so sind Darlehen in Schweizer Franken zeitweise sehr attraktiv. Ein Vorteil von einem CHF-Darlehen ist mit Sicherheit der günstige Kreditzins. Denn das Zinsniveau in der Schweiz ist recht gering, was auf dem Sparbuch zwar wenig Zinsen bringt, aber für Kredite natürlich die Kosten deutlich minimiert. Oftmals bieten auch deutsche Banken Fremdwährungsdarlehen an, die über eine passende Partnerbank im Ausland abgewickelt werden.

Neben dem Zinsvorteil besteht auch die Möglichkeit einen Profit aus dem schwankenden Wechselkurs zu schlagen. Schließt man beispielsweise einen Kredit über 100.000 CHF ab, bekommt man bei einem Kurs von 0,82 einen Betrag von 82.000 Euro ausbezahlt. Fällt nun der Kurs über die Laufzeit, zum Beispiel auf 0,80, müssen nur noch 80.000 Euro für die Tilgung aufgebracht werden. Allerdings geht der Effekt natürlich auch in die andere Richtung, was zugleich das größte Risiko bei einem Schweizer-Franken-Darlehen darstellt. Steigt der Kurs auf 0,85, dann müssen 85.000 Euro für die Tilgung aufgebracht werden.

Es gilt daher bei einem Fremdwährungsdarlehen immer zu beachten, wo sich das aktuelle Niveau des Wechselkurses befindet. Im Moment wäre der Schweizer Franken gegenüber dem Euro sehr stark, ein sinkender Franken-Kurs ist über eine längere Zeit durchaus denkbar. Ob sich nun ein CHF-Darlehen wirklich lohnt, hängt von der Gesamtsumme, dem Zinssatz, der Laufzeit und der Tilgung ab. Wenn man das Wechselkursrisiko nicht scheut und bei der Tilgung ein paar Reserven einplant, kann man mit einem solchen Darlehen durchaus besser fahren, als mit einer normalen Finanzierung.

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