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Geschrieben von forextotal am 7. Juni 2011

Griechenland auf dem Weg zurück zur Drachme

DrachmeFür die Gemeinschaftswährung Euro sind die akuten Finanzprobleme von Griechenland gar nicht gut. Den Griechen geht es schlecht und dieses negative Karma, wirft auch ein schlechtes Licht auf den Euro. Man könnte sich nun damit beruhigen, dass es den USA und somit dem Dollar aktuell auch nicht sonderlich gut geht und der Euro somit ein kleineres Problem hat. Griechenland hat rund 330 Milliarden Euro Staatsschulden. Um diese los zu werden, muss nun gespart und womöglich eine Umschuldung vorgenommen werden. Auch der Weg zurück zur alten Währung Drachme ist eine Option, die man in Griechenland bedenken muss.

Eigentlich klingt die Option, Griechenland aus der Euro-Zone auszuschließen, auf den ersten Blick verlockend. Doch damit lösen sich die Probleme nicht. Führt Griechenland die Drachme wieder ein, dann bleiben die Schulden in Euro bestehen. Da die Finanzmärkte der Drachme kein Vertrauen schenken, wird diese massiv an Wert verlieren. Die Griechen können ihre Euro-Schulden also erst recht nicht begleichen und die griechische Wirtschaft könnte aufgrund der nun teureren Importe zusammenbrechen. Mit einer schwachen Drachme könnten zwar die Exporte angekurbelt werden, das nützt aber nichts, wenn die Importe exorbitant teuer werden.

Die Euro-Zone müsste so oder so auf einen Teil der Forderungen verzichten, ob mit Drachme oder ohne. Zudem würde ein Austritt Griechenlands andere Pleitestaaten unter Zugzwang setzen, denn diese müssten dann ebenfalls austreten. Die Folge wäre ein enormer Vertrauensverlust in die Gemeinschaftswährung. Daher ist es wohl besser, wenn Griechenland einen Teil der Schulden los wird und den Staatshaushalt saniert, statt die Drachme wieder einzuführen. Allerdings müssten die Griechen statt ihrer andauernden Proteste auch mal wieder etwas für die Wirtschaft tun und ebenfalls Kompromisse eingehen, so wie die Länder, die den Griechen Finanzhilfen geben.

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