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Geschrieben von forextotal am 17. November 2011

Giralgeldschöpfung aus dem Nichts?

Geld und GeldpolitikEin beliebtes Thema bei Kritikern des Finanz- und Bankensystems ist die Giralgeldschöpfung - teilweise auch als Kreditgeldschöpfung bezeichnet. Scheinbar aus dem Nichts würden Banken neues Geld erfinden. Somit würde die Geldmenge stetig wachsen und irgendwann das System kollabieren. In diesem Zusammenhang wird auch gerne Panik verbreitet und Dinge wie Zinsen und Zinseszinsen als "böse" bezeichnet. Da hier leider sehr viele Denkfehler auftauchen und man oft falsche Schlüsse zieht, soll in diesem Beitrag über die Giralgeldschöpfung aufgeklärt werden.

Zunächst soll das Prinzip verdeutlicht werden, was die Finanzkritiker gerne propagieren. Banken erhalten von Kunden Geld als Spareinlagen, oder leihen sich Geld bei der Zentralbank zu einem günstigen Zinssatz. Nun vergeben die Banken Kredite, hierzu wird natürlich kein Bargeld hin und her geschoben, sondern man nimmt Giralgeld (Buchgeld). Dies ist schon mal der erste Punkt, den viele Leute nicht begreifen wollen, sie sehen Giralgeld nicht als feste Größe, weil es quasi aus dem Nichts elektronisch entstehen kann. Bargeld kann man wenigstens anfassen. Im Prinzip könnte man aber auch Bargeld endlos drucken und so Geld aus dem Nichts erschaffen.

Um einen Kredit ausgeben zu können, muss die Bank eine gewisse Mindestreserve bei der Zentralbank halten. Im Fall der EZB sind dies 2%. Nun gehen die Kritiker davon aus, dass wenn die Bank einen Kredit in Höhe von 1.000 Euro vergibt, lediglich 2% (also 20 Euro) als Reserve hinterlegt sein müssen. Die restlichen 980 Euro entstünden somit aus dem Nichts als Buchungsposten. Auf den ersten Blick erscheint es natürlich logisch, dass hier etwas scheinbar nicht stimmt und tatsächlich Geld "erfunden" wird. Allerdings muss man hier die Betrachtung etwas differenzierter vornehmen. Denn was wäre, wenn die Mindestreserve 100% betragen würde? Richtig, dann könnte die Bank gar keinen Kredit vergeben, denn sie müsste alle Spareinlagen einbehalten. Je höher also der Mindestreservesatz ist, desto weniger Liquidität hat die Bank. Zudem muss die Mindestreserve mit Zentralbankgeld bedient werden, d.h. eine Bank kann nicht endlos Geld schöpfen. Denn mit Giralgeld kann die Mindestreserve nicht getätigt werden.

Nun entsteht aber doch in gewisser Weise neues Geld als Buchungsposten. Auf der einen Seite (Aktiva) stehen 1.000 Euro Kredit, die die Bank einem Kunden gibt, auf der anderen Seite (Passiva) stehen 1.000 Euro Sichtguthaben, die der Kunde auf seinem Girokonto hat. Tilgt der Kunde seinen Kredit mit den 1.000 Euro seiner Sichteinlage, wird der Buchungsposten wieder aufgelöst. Wenn er aber nun die 1.000 Euro an eine andere Bank überweist, dann stimmt scheinbar Aktiva und Passiva nicht mehr. Aber nur scheinbar, denn in diesem Fall geht die Bank eine Verbindlichkeit gegenüber der anderen Bank ein. Diese Verbindlichkeit steht auch wieder auf der Passiva-Seite. Der einzige Punkt, an dem die Banken Geld verdienen, ist der unterschiedliche Zins, den man für den Kredit bezahlt und den man für Spareinlagen bekommt. Dafür trägt die Bank aber auch das Ausfallrisiko, wenn ein Kunde die Tilgung nicht mehr durchführen kann.

Einen wirklich guten Einblick bietet das E-Book Geld und Geldpolitik der Bundesbank. Die Geldschöpfung (Kapital 3.5) wird ab Seite 67 gut erklärt und veranschaulicht. Hier wird also mitnichten neues Geld aus der Luft erfunden. Das System ist in der Praxis nur recht komplex und deshalb von vielen Leuten nicht wirklich zu verstehen. Das Geld aus dem Beispiel ist nur so lange eine Luftbuchung, wie die Sichteinlage auf dem Girokonto nicht ausbezahlt wird. In diesem Fall würde die Bank von den Kreditzinsen profitieren. Aber es würde keinen Sinn machen, einen Kredit aufzunehmen, wenn man das Geld nicht weiterverwendet. Ebenso wäre das "Geld aus der Luft erfinden" nicht wirklich durchführbar, denn würde sich die Geldmenge tatsächlich durch Luftbuchungen erhöhen, würde der Wert des Geldes durch die Inflation an Kaufkraft verlieren, die Preise und Löhne würden somit steigen.

    19 Kommentare

  1. Heiko sagt:

    Das Dokument der Bundesbank beschreibt eindeutig, dass Geld aus dem Nichts geschöft wird. Das erwähnte Kapitel schließt denn auch mit den Worten: «In diesem Sinne (um Optional die Risiken aus der Kreditgewährung einzugrenzen, Anm.d.A) stimmt es, dass Banken Einlagen benötigen, um Kredite vergeben zu können.» - aber eben nicht zwingend und aus keinem anderen Grund.

    So wie geschöpftes Geld von den Banken abfließt, fließt es ja auch zu und die zu zahlenden und empfangenden Zinsen heben sich wohl in etwa zu Null auf. Was bleibt ist (abgesehen von der vernachlässigbar geringen Sichteinlage bei der Zentralbank) die Zinsdifferenz zwischen Zinsgutschriften auf Girokonten (i.d.R. 0%) und den Zinserträgen aus der Kreditvergabe auf Basis von aktiv geschöpftem Giralgeld.

  2. Redaktion sagt:

    Aus dem Nichts bedeutet nur, solange das Geld nicht im Umlauf ist, hat die Bank eine Forderung und eine Verbindlichkeit an ein und dieselbe Person. Sobald das Geld aber in Umlauf kommt, verschiebt sich diese Verbindlichkeit, d.h. die Bank muss sich refinanzieren, um das Geld auszahlen zu können.

    Dieses System gibt es ja nicht erst seit ein paar Jahren. Daher ist auch das Geschwätz der Kritiker insofern dumm, die aktuelle Wirtschaftskrise sei ein Geld/Zinsproblem. Die Krise ist da, weil Staaten schlecht haushalten. Würden sich alle an die Regeln halten, gäbe es solche Probleme nicht.

    Und im Übrigen ist es so, dass bei Staatsschulden auch immer Gläubiger vorhanden sein müssen. Wenn also alle Staaten schulden haben, muss das Geld auch irgendwo herkommen. Wenn die Staaten dann schlecht Haushalten, müssen ergo höhere Zinsen fließen, denn sonst würde keiner das Ausfallrisiko eingehen. Sind die Zinsen irgendwann zu hoch, ist der Staat pleite und die Gläubiger (Staatsfonds, Privatfonds) schauen in die Röhre. Da sich die Staaten untereinander Geld leihen, heben sich die Schulden eigentlich zu einem Großteil wieder auf, denn neben den Schulden muss man auch die Forderungen sehen, die z.B. ein Staatsfonds hat.

  3. Henkie sagt:

    An die Redaktion: Wir haben aber nun mal keinen Mindestreservesatz von 100% sondern von inzwischen nur noch 1%. Und gerade um diese differierenden 99% geht es nun mal. In dieser Höhe können die Banken Geld aus dem Nichts erschaffen und dafür Zinsen kassieren. In dem von Ihnen angesprochenen eBook-Link "Geld und Geldpolitik" (habe ich nur hier als PDF gefunden: http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Schule_und_Bildung/Sekundarstufe_II/sekundarstufe_2.html) findet sich auf S.70 das:
    "Derzeit beträgt der Mindestreservesatz im Eurosystem zwei Prozent. Das bedeutet: Hat eine Geschäftsbank ihren Kunden insgesamt 100 Millionen auf Girokonten gutgeschrieben, muss sie zwei Millionen Euro als Mindestreserve halten – und zwar in Zentralbankgeld, also als ein Guthaben auf ihrem Konto bei der Zentralbank." Danach kann sie also 100% - und nicht nur 98% an Krediten vergeben. Und im Übrigen verweise ich auf die Feststellung von Heiko, wo er schreibt: "So wie geschöpftes Geld von den Banken abfließt, fließt es ja auch zu und die zu zahlenden und empfangenden Zinsen heben sich wohl in etwa zu Null auf." Ziemlich unverfroren finde ich daher diesen Satz in Ihrem Kommentar: "Daher ist auch das Geschwätz der Kritiker insofern dumm, die aktuelle Wirtschaftskrise sei ein Geld/Zinsproblem." Sie ist es aus meiner Sicht sehr wohl! Wer Schwätzt hier wirklich dummes Zeug?

  4. Redaktion sagt:

    @Henkie
    Das Problem ist, dass du hier ein paar Prozentzahlen gesehen hast und darauf basierend nun falsche Annahmen machst. Das Zentralbankgeld wird nicht mit dem geschöpften Giralgeld gedeckt. Die Zentralbankgeldmenge M0 wird von der Zentralbank bestimmt und nicht von den Geschäftsbanken. Weil diese Menge nicht endlos wächst, ist auch die "schöpfungsfähige" Geldmenge der Geschäftsbanken begrenzt, denn die Mindestreserve basiert auf Zentralbankgeld. Sonst könnte jede Geschäftsbank unendlich viele Kredite vergeben, was sehr schnell in einer Hyperinflation enden würde.

  5. Henkie sagt:

    Ich gehe von falschen Annahmen aus??? Ich stelle nur Fakten fest! Sie arbeiten jedoch mit Nebelkerzen, um den Leuten den klaren Blick auf die Dinge zu verschleiern!
    Habe ich an irgend einer Stelle behauptet, Zentralbankgeld würde mit Giralgeld gedeckt? Das Zentralbankgeld muss bekanntlich besichert werden. Aber eben nur das Zentralbankgeld (Geldmenge M0). Beim derzeitigen Mindestreservesatz von 1% können also weitere 99% an Giralgeld geschaffen werden. Oder trifft dieser Satz aus meinem ersten Kommentar etwa nicht zu, der da lautet: "Derzeit beträgt der Mindestreservesatz im Eurosystem zwei Prozent. Das bedeutet: Hat eine Geschäftsbank ihren Kunden insgesamt 100 Millionen auf Girokonten gutgeschrieben, muss sie zwei Millionen Euro als Mindestreserve halten – und zwar in Zentralbankgeld, also als ein Guthaben auf ihrem Konto bei der Zentralbank."??
    In ihrem Leitartikel schildern sie, was ein Mindestreservesatz von 100% zur Folge hätte und in ihrer Stellungnahme vom 06.08. (..."Sonst könnte jede Geschäftsbank unendlich viele Kredite vergeben"...) unterstellen sie indirekt einen MRS von 0%. Beides völlig unrealistische Werte! Das meine ich mit Nebelkerzen. Wer geht hier von falschen Annahmen aus????

    Henkie

  6. Redaktion sagt:

    Sie schrieben doch: "Danach kann sie also 100% - und nicht nur 98% an Krediten vergeben." Das ist absoluter Blödsinn, denn hier wäre der MRS 0% bzw. sie würden von der Annahme ausgehen, die Mindestreserve würde mit Giralgeld gedeckt.

    Die Zentralbanken steuern die Geldmenge und somit auch die Kreditvergabe über die Basisgeldmenge M0. Wenn M0 2% der Gesamtgeldmenge ausmacht, denn ist die restliche Geldmenge für die Kreditvergabe mit 98% fix und kann nicht mal eben erweitert werden. Das kann nur die Zentralbank machen. Natürlich könnte man die Geschäftsbanken auch weglassen, dann wären die 100% Gesamtgeldmenge von der Zentralbank verwaltet und diese müsste Kredite vergeben, was aber in der Praxis nicht verwaltbar wäre. Die Kreditvergabe ist daher Aufgabe der Geschäftsbanken und nicht der Zentralbank. An dem System ist nichts "Magisches" dran.

  7. Henkie sagt:

    Wieder so 'ne Nebelkerze! Ich will mich gar nicht mit Ihnen steiten, ob die Banken in 99%iger oder 100%iger Höhe Giralgeld durch Kreditvergabe schaffen können. Das ist doch nahezu bedeutungslos. In Großbritannien liegt er übrigens bei 0%! Die haben ihn also ganz abgeschafft. Nachlesen können sSe das hier:

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/kreditblasen-notenbanken-ziehen-aus-krise-kaum-lehren-seite-5/3411256-5.html

    Dort findet sich das hier:

    "Wenn zum Beispiel die Banken zehn Prozent ihrer Einlagen als Mindestreserve bei der Zentralbank hinterlegen müssen, kann das Bankensystem aus einem Euro, den die Zentralbank in Umlauf bringt, zehn Euro Kredit schöpfen. Wenn der Mindestreservesatz fünf Prozent beträgt, können sie zwanzig Euro Kredit aus einem Euro Zentralbankgeld machen. Die EZB hat den Mindestreservesatz zu ihrem Start in Kontinuität mit der Bundesbank bei fast verschwindend geringen zwei Prozent angesetzt und seither nicht angefasst. Großbritannien hat ihn ganz abgeschafft. Dort hängt der Kreditschöpfungs-Multiplikator allein davon ab, wie viel Geld die Banken von sich aus vorhalten, um Auszahlungswünsche ihrer Kunden jederzeit befriedigen zu können."

    Also wer schreibt hier absoluten Blödsinn???

    Henkie

  8. Redaktion sagt:

    Ich habe meinen letzten Kommentar im letzten Absatz noch erweitert. Lesen Sie den noch mal durch. Und auch bei einem Satz von 0% ist die Basisgeldmenge M0 fix und von der Notenbank gesteuert. Es kann also nicht endlos Geld geschöpft werden, in Großbritannien zwar theoretisch schon, aber spätestens wenn Auszahlungsforderungen kommen, die die freiwilligen Reserven übersteigen, gibt es ein Problem, was letztlich zu einer höheren Inflation führen würde.

    Was mich an solchen Kommentaren, wie den ihrigen aufregt, ist die Tatsache, dass hier makroökonomische Systeme mit kleinen Systemen wie Privathaushalten verglichen werden. Auch die theoretische Schuldenuhr, die immer so schön tickt und Panik beim kleinen Mann verbreitet, ist makroökonomisch immer relativ zu sehen. Lesen Sie auch mal diesen Beitrag hier: http://www.forextotal.de/2011/05/25/staatsverschuldung-alle-staaten-haben-schulden/

  9. Henkie sagt:

    Aha, also in Großbritannien (bzw. bei 0% MRS) kommt es erst dann zu höherer Inflation, wenn die Auszahlungsforderungen die freiwilligen Reserven übersteigen. In ihrer Stellungnahme von gestern (06.08.) schreiben Sie aber das: "....denn die Mindestreserve basiert auf Zentralbankgeld. Sonst könnte jede Geschäftsbank unendlich viele Kredite vergeben, was sehr schnell in einer Hyperinflation enden würde." Also, wann kommt es zur höheren bzw- Hyperinflation? Erst dann, wenn... oder sehr schnell? Sie suchen es sich aus, wie es ihnen am besten in den Kram passt. Und glauben Sie mir, Ihre Kommentare regen mich mindestens genauso auf wie Sie wohl die meinigen.
    Und nun zu Ihrem Link Staatverschuldung: Hatten wir nicht zuletzt über Mindestreservesatz und Giralgeldschöpfung debattiert? Ihr Abknicken auf das Theme Staatsverschuldung halte ich für ein Ablenkungsmanöver. Also wieder 'ne Nebelkerze. Über dieses Thema könnte man sich ebenfalls ausgiebig austauschn, das würde aber hier wohl den Rahmen sprengen. Man sollte also immer bei einem Thema bleiben. Dennoch hierzu eine kurze Stellungnahme: Sie verweisen durch den entsprechenden Link auf Ihren Beitrag zu diesem Thema. Dort findet sich u.a. dieser Satz:
    "Damit ein Staat wachsen kann, muss er Geld investieren, doch das Geld muss auch irgendwo herkommen. Darum leihen sich Staaten ihr Geld von anderen Staaten". Noch so'n Blödsinn! Staaten leihen sich Geld von Banken und nicht von Staaten! Von den Zentralbanken dürfen sie es sich ja nicht leihen!!
    Also, wenn Sie wollen, können wir auch dieses Thema tiefergehend behandel. Nur zu.

    Soviel zum Thema aufregen!

    Henkie

  10. Redaktion sagt:

    Die aktuelle Inflationsrate in Großbritannien liegt bei 2,4% und ist somit vergleichbar mit der Euro-Zone. Die Banken vergeben also im Moment nicht endlos neue Kredite (obwohl sie es in Großbritannien theoretisch könnten). Zu einer explodierenden Inflation kommt es erst, wenn die Zentralbanken die Geldmenge M0 drastisch erhöhen müssen, weil die Kreditvergabe ausgeartet ist und mehr Forderungen bestehen als liquide Mittel am Markt vorhanden sind.

    Zum Thema Staatsverschuldung: Natürlich leihen sich Staaten auch Geld von anderen Staaten in Form von Staatsfonds. Und auch das Geld, das von ausländischen Banken kommt, kommt letztlich von den Bürgern, Unternehmen und Behörden, die bei den Banken Ihr Geld liegen haben. Wo Schulden gemacht werden, gibt es immer Gläubiger, und ein Staat besteht nun mal aus seinen Bürgern.

    Abschließend noch ein paar Worte zum Thema "Geld" - für mich ist diese Diskussion dann beendet: Geld ist ein Tauschmittel und kein Wertgegenstand! Es ist keinem geholfen, ausgiebig zu sparen und Geld "unters Kopfkissen" zu legen. Geld muss im Fluss bleiben und dem Wirtschaftskreislauf zugeführt werden. Was langfristig zählt, sind Werte wie Know-how, Technologien und Produktionsleistungen, denn diese Werte sind unabhängig vom aktuellen Gegenwert des Tauschmittels "Geld". In Deutschland haben wir daher kein Geldproblem, und auch die scheinbare "Giralgeldschöpfung aus dem Nichts" stellt sich nicht als Problem dar.

  11. Henkie sagt:

    bla, bla, bla
    Ende der Diskussion

    Henkie

  12. Bank Run sagt:

    Dann lasst uns doch alle mal versuchen, unser Giralgeld in Zentralbankgeld umzuwandeln.

    Bank Run.

  13. Redaktion sagt:

    Auch für den Letzten, der es noch nicht begriffen hat: Zentralbankgeld != Bargeld.

  14. HENKIE sagt:

    Habe nach langer Zeit mal wieder reingeschaut und bin schon wieder mal verblüfft, und zwar über den Kommentar der Red. vom 29.10.
    Hat irgend jemand bestritten, dass Zentralbankgeld Bargeld ist (und umgekehrt)? Sollten Sie tatsächlich die im Kommentar von 'BUNK RUN' enthaltene Ironie nicht erkannt haben? Oder habe ich da was falsch verstanden. Kann ja sein.
    Henkie

  15. Redaktion sagt:

    Die "Ironie" in dem Kommentar von "BANK RUN" ging an der Sache vorbei. Giralgeld ist eben dazu da, um nicht in Zentralbankgeld "umgewandelt" zu werden. Natürlich ist das Giralgeld nicht 1:1 durch Zentralbankgeld (und das darin enthaltene Bargeld) gedeckt.

  16. Stefan sagt:

    Was mir allerdings immer noch schleierhaft ist warum immer gesagt wird das Banken sich mit Zinsen gegen einen Ausfall absichern? Soweit ich das für meine Bank sagen kann besteht dort eine Rückversicherung. Unter anderem abgesichert sind ausgefallene Forderungen.
    Bei einem Kredit von 20.000 Euro und beispielsweise 4% Zins bekommt die Bank ja gerademal 800€. Sie sichert also 20.000 mit 800 Euro ab?
    Beleiht man einen Dispositionskredit werden/ wurden bis zu 17,5 % fällig. Warum? Ist das Ausfallrisiko dort nun höher als bei einem Darlehnen? Wozu also Zins?

  17. Redaktion sagt:

    Natürlich ist der Zinssatz bei einem Dispokredit höher, da die Bank hier keine Prüfung der Verwendung vornehmen kann und das Ausfallrisiko höher ist. Bei einem Darlehen prüft die Bank im Vorfeld wozu das Geld verwendet wird und welche Sicherheiten bestehen. Wird z.B. ein Haus gekauft, dient das Haus als Sicherheit, wenn der Kreditnehmer seine Raten nicht mehr bezahlen kann.

  18. Coldman Sax sagt:

    Es ist erstaunlich, wieviele Dogmen und Absurditäten sich doch über die Jahrzehnte in die Köpfe gebrannt haben bzw. wurden.

    Es hilft nichts, die finanziellen, perfiden Spielchen der Geschäftsbanken zu leugnen. Die globale Gesellschaft befindet sich an einem Scheideweg.
    Diese Tatsache ist für die kommenden Jahren eine nie dagewesene Chance das herschende Finanzsystem zu verändern.

    Zum Verständnis der Geldschöpfung, für den der es nicht aus beruflichen Gründen tiefgründig verstanden hat, empfehle ich Vorträge von Bernd Senf, Wolfgang Berger oder Franz Hörmann, wie auch Andreas Popp.

    http://www.youtube.com/watch?v=8Vh-bNk7VpM

    Ich wünsche allen herzlichst alles Gute.

  19. tax21 sagt:

    Buchtipps:
    "Geld aus dem Nichts" von Mathias Binswanger und
    "Vollgeld" von Mayer/Huber

    "Wer anderen etwas vorgedacht
    wird jahrelang erst ausgelacht.
    Begreift man die Entdeckung endlich
    so nennt sie jeder selbstverständlich"
    Wilhelm Buch

    Schluss mit kognitiver Dissonanz.
    Meine Damen und Herren, nutzen sie "einfach" ihren gesunden Menschenverstand.
    Die derzeitige Lage ist zu dramatisch um den Banken das Privileg der Buchgeldschöpfung weiterhin zu überlassen.

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