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Wahlen in Griechenland belasten den Euro
Experten haben es fast erwartet, dass die griechischen Wähler nicht bereit sind, den harten Sparkurs ihrer Politiker mitgehen, den diese unter dem Druck der Europamitgliedschaft aufgebürdet bekamen. Entsprechend sind die am letzten Wochenende erfolgten Wahlen zum griechischen Parlament verlaufen. Verloren haben in erster Linie die großen Parteien wie Nea Dimokratia oder Pasok, gewonnen haben die Kommunisten und die Faschisten. Die beiden großen Parteien kommen zusammengenommen auf gerade einmal 32% aller Wählerstimmen, was umgekehrt in etwa 149 der 300 Parlamentssitzen entspricht.
Sorge um Spanien lässt den Euro sinken
Am heutigen Freitag wird das Budgetstatement Spaniens veröffentlicht und es besteht die Sorge, dass die harten Sparmaßnahmen, welche nötig sind, um gegen das Defizit im Staatshaushalt vorzugehen, nicht umgesetzt werden konnten. Aus diesem Grund ist der Wert des Euros, im Gegensatz zu dem seiner Hauptgegenstücke, am Donnerstag leicht gesunken, so dass der EUR/USD mit einem Minus von 0,23% zum Ende der normalen Börsenzeiten bei 1,3285 angekommen ist. Nach Börsenschluss, und auch heute, hat sich der Euro jedoch wieder erholt und befindet sich wieder auf dem Niveau der Wochenmitte.
Spark Capital investiert 15 Mio. US-Dollar in eToro
Wie eToro auf seiner Internetseite veröffentlichte, hat eine internationale Investorengruppe um die amerikanische Unternehmensfinanzierungsgruppe Spark Capital dem weltweit größten Investment-Netzwerk eToro 15 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Das aufstrebende, soziale, internationale Netzwerk von Investment-Tradern will damit den Ausbau der sozialen Handelsplattform sowie weitere neue Innovationen vorantreiben. Spark Capital stärkt mit dieser Großinvestition die Position Sozialer Netzwerke in seinem Portfolio - denn nach Investitionen in die Internet-Unternehmen Twitter, Tumblr und Foursquare ist eToro das vierte große Soziale Netzwerk, in das sich Spark Capital einkauft. eToro selbst zeigt sich erfreut über die Partnerschaft mit Spark Capital.
Ifo-Geschäftsklimaindex lässt den Euro steigen
Die überraschend positive Stimmung innerhalb der deutschen Wirtschaft ließ die Aktienkurse anziehen. Der Euro kletterte dabei ebenfalls auf eine Marke von 1,33 Dollar. Im Februar ist der Ifo-Geschäftsklimaindex von 108,3 Punkten im Januar auf 109,6 Punkte gestiegen, was sogar die Prognose von 108,7 Punkten übertraf. Trotz Wachstumssorgen und Schuldenkrise sind deutsche Unternehmen deutlich optimistischer als zuvor erwartet. Der DAX gewann vor diesem Hintergrund 0,7 Prozent beziehungsweise 48 Punkte und kletterte auf 6.892 Punkte. Der deutsche Leitindex schaffte es kurzzeitig sogar über 6.900 Punkte. Nach dem Ifo-Index sind gerade konjunkturabhängige Aktien wie Bayer, BASF, Linde oder HeidelbergCement gefragt.
IWF soll bei Euro-Schuldenkrise helfen
Nun soll also auch noch der Internationale Währungsfonds (IWF) zur Beseitigung der Euro-Schuldenkrise beitragen. Europäische Regierungen erwägen laut einem Bericht der Welt, den IWF mit entsprechend neuen Finanzmitteln auszustatten, um den Euro zu stärken, bzw. die Finanzierung von Krisenländer durchführen zu können. Hierzu sollen die 17 Zentralbanken der Euro-Zone einen dreistelligen Milliardenbetrag in einen Spezialfonds einzahlen. Aber auch andere Zentralbanken wie die Fed sollen einen Teil der Kosten tragen.
Deutsche Wirtschaft wächst - Konjunkturerwartung ist aber verhalten
Die Zahlen zum Wirtschaftswachstum sehen eigentlich ganz gut aus. Das Bruttoinlandsprodukt hat im Vergleich zum vorherigen Quartal um 0,5 Prozent zugelegt. Die Analysten hatten genau diesen Wert erwartet, also könnte man eigentlich denken, es hätte heute Morgen einen Schub für den Euro geben sollen. Aber die gute Lage wurde jäh getrübt, denn der ZEW-Konjunkturerwartungsindex fiel noch schlechter aus als die Prognosen. Der Index steht im Moment so tief wie seit drei Jahren nicht mehr. Dieser trübe Ausblick lässt wieder Rezessionsängste aufkommen.
Warren Buffett kauft für 10,7 Milliarden Dollar Aktien von IBM
Er gilt als einer der einflussreichsten Investoren der Welt. Die Rede ist von Warren Buffett, der mit seiner Holding Berkshire Hathaway an Dutzenden von Unternehmen beteiligt ist. Bislang waren dies aber alles solide Beteiligungen in althergebrachten Branchen wie dem Versicherungswesen oder dem Maschinenbau. Unternehmen aus dem Technologie-Bereich und vor allem auch IT-Unternehmen hat der Milliardär bisher aber immer gemieden. Die Devise von Buffett war eigentlich immer, nur in Unternehmen zu investieren, deren Geschäfte er auch genau versteht. Nun hat er aber eine Ausnahme gemacht und IBM Aktien im Wert von 10,7 Milliarden Dollar gekauft.
Standard & Poor’s unter Druck - Rating-Panne sorgt für Ärger
Die Ratingagenturen sind aktuell sowieso nicht sonderlich beliebt. Denn oftmals entscheiden diese mit ihren Ratings indirekt darüber, welches Land zu welchem Zinssatz Geld bekommt. Sind die Ratings schlecht, dann kann dies eine Krise wie aktuell im Euro-Raum schnell anheizen. Nun hat sich Standard & Poor's allerdings einen großen Fauxpas geleistet. Am Donnerstag hatte Standard & Poor's in einer Mitteilung angekündigt, dass die Top-Bonität von Frankreich heruntergestuft werden könnte. Nach wenigen Stunden nahmen dann die "Experten" bei S&P die Meldung zurück, es würde sich um einen bedauerlichen Irrtum handeln.
Italien: Silvio Berlusconi tritt zurück
Der höchst umstrittene Ministerpräsident von Italien will sein Amt zur Verfügung stellen. Im Februar des nächsten Jahres soll es Neuwahlen geben, bei denen Silvio Berlusconi wohl nicht mehr antreten will. In den Medien wird dies als ein Rücktritt von Berlusconi gewertet. Allerdings kann man sich da nicht ganz so sicher sein. Denn vielleicht spielt der Premier von Italien auch einfach nur auf Zeit. Probleme einfach auszusitzen, ist oftmals ein beliebtes Mittel bei Politikern. Im Abgeordnetenhaus hat er jedenfalls seine Mehrheit und somit seinen Rückhalt verloren. Somit dürfte es für Berlusconi schwierig werden, tatsächlich weiter machen zu können.
EZB senkt Leitzinssatz auf 1,25%
Eigentlich konnte man im letzten Marktausblick nicht unbedingt davon ausgehen, dass die EZB an den Leitzinsen schrauben wird. Nun hat die EZB entgegen den Erwartungen der Analysten den Zinssatz von 1,5% auf 1,25% abgesenkt. Dieser Schritt ist insofern etwas überraschend, weil dies die erste Amtshandlung des neuen EZB-Präsidenten Mario Draghi ist. Der Grund für die Senkung ist die drohende wirtschaftliche Flaute innerhalb der Euro-Zone. Mit einem niedrigen Zinssatz soll die Wirtschaft wieder angekurbelt werden, weil Unternehmen sich so günstigere Kredite besorgen können.

