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Geschrieben von forextotal am 21. April 2017

Euro im Wechselbad der Gefühle vor Frankreichwahlen

Gestern noch erreichte sie ein Dreiwochenhoch, heute sind die Zugewinne schon wieder verloren: Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich zwei Tage vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich äußerst nervös. Angst vor einem möglichen Wahlsieg der rechtspopulistischen und europafeindlichen Kandidaten Marine Le Pen geht an den internationalen Finanzmärkten um. Alle Hoffnungen der Anleger liegen in Emmanuel Macron und seiner Partei "En Marche!".

Eurokurs als Stimmungsbarometer

Dieser Tage betätigt sich der Wechselkurs des Euros als eine Art Stimmungsbarometer der Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Liegt in Umfragen die Rechtspopulistin Le Pen vorne, nimmt die Unterstützung für die gesamteuropäische Gemeinschaftswährung ab. Gestern gelang es dem Kurs des Euros bis auf ein Dreiwochenhoch bei 1,0741 USD zu klettern - ein klares Zeichen dafür, dass Emmanuel Macron in der Wählergunst die Nase vorn hat.

Unbestreitbar zeigt sich aus den Umfragedaten, dass das Rennen um den Präsidentschaftsposten in Frankreich knapp ausfallen wird. Laut der jüngsten Erhebung von Harris wollen 25% der befragten Wähler für Macron stimmen, 22% stellen sich hinter Marnie Le Pen. Im zweiten Wahlgang fällt der Vorsprung Macrons schon deutlich bequemer aus: Mitt 66% zu 34% ist ihm Le Pen deutlich unterlegen.

Optimistische Wirtschaftsdaten bleiben unbeachtet

Doch die Freude um die optimistischen Umfragewerte, die einen Wahlsieg Emmanuel Macrons nahelegten, war nur von kurzer Dauer. Schon am gestrigen Abend musste der Euro seine Zugewinne, die ihn kurzzeitig bis auf ein Dreiwochenhoch beförderten, wieder abgeben. Seitdem neigt der Kursverlauf abwärts. Am Mittag erreichte das Währungspaar EUR/USD bei 1,0692 USD ein vorläufiges Tagestief.

Selbst die Veröffentlichung robuster Wirtschaftsdaten aus der Eurozone konnte die angespannte Stimmung am Markt nicht auflockern. Sie deuten auf ein gesundes Wirtschaftswachstum, dabei überraschte besonders Frankreich mit positiven Zahlen. Doch die Wahl, zu einer schicksalshaften Entscheidung über die Zukunft der EU stilisiert, überschattet vorerst die Nachrichtenlage.

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