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Geschrieben von forextotal am 7. Februar 2017

Euro muss sich zurückziehen

Was sich in zum Ende der vergangenen Handelswoche bereits abgezeichnet hatte, schlägt sich jetzt im Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung nieder. Nach einer Phase der Erholung, die sie gegenüber dem amerikanischen US-Dollar auf Höhen von über 1,08 US-Dollar befördert hatte, folgt jetzt der Rückzug auf niedrige Niveaus. Am Vormittag erreichte EUR/USD bei 1,0657 USD ein vorläufiges Tagestief. Die politisch undurchsichtige Situation Europas und der USA lastet auf dem Kurs des Euros.

Draghi weist Vorwurf der Währungsmanipulation zurück

Schon seit seiner Kandidatur beherrscht ein Mann die Aufmerksamkeit der Medien wie kein anderer: Donald Trump. Seine ersten Wochen im Amt haben das demokratische Selbstbild sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa durcheinander gewirbelt. In dieser Woche sind Deutschland und die EU das Ziel seiner verbalen Attacken. Mit einer gezielten Abwertung des Euros sollen sie sich unfaire Handelsvorteile gegenüber der USA geschaffen haben.

EZB-Chef Mario Draghi weist solche Vorwürfe entschieden zurück. Die Europäische Union manipuliere ihre Währung nicht.

Aufstieg der Rechtspopulisten in Europa

Doch auch der Kontinent ist vor rechtspopulistischen Tendenzen nicht gefeit. In Frankreich steht mit Marine Le Pen eine extrem rechte Spitzenkandidaten zur Wahl. Zu ihren erklärten Zielen zählen der Austritt aus der Eurozone sowie die Abschaffung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro.

Vor dem Hintergrund solcher medialen Schwergewichte treten die üblichen Kennzahlen zu Wirtschaft und Konjunktur auch bei den Anlegern in den Hintergrund. Anders lässt sich die akute Euro-Schwäche jedenfalls kaum erklären. Experten prognostizieren indes eine anhaltende Erholung des Euro-Kurses. Danach könnte Trumps Protektionismus den positiven Effekt der Fed-Politik auf den US-Dollar ins Negative verkehren.

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