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Geschrieben von forextotal am 16. Dezember 2016

Fed-Zinspolitik bringt Euro ins Wanken

Am Donnerstag verlieh die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve Bank zu höheren Leitzinsen dem US-Dollar kräftigen Rückenwind. Doch noch längst ist keine Flaute in Sicht: Neueste Spekulationen an den Devisenmärkten drehen sich um eine schnellere Kehrtwende der amerikanischen Notenbanker hin zu einer konservativeren Zinspolitik. Das bringt im Gegenzug die europäische Gemeinschaftswährung kräftig unter Druck, ist doch hierzulande von einer Abkehr vom expansiven Kurs der Europäischen Zentralbank nichts zu spüren. Im Gegenteil, Mario Draghi hat das europäische Anleihenkaufprogramm gerade erst in eine neue Runde geschickt.

EUR/USD droht Parität

Auf die europäische Gemeinschaftswährung lasten EZB-Entscheid und steigende Leitzinsen in den Vereinigten Staaten schwer. Die Währung musste sich auf ihren niedrigsten Stand innerhalb der vergangenen 14 Jahre zurückziehen. In Windeseile verlor der Kurs an Halt und rutschte bis auf 1,0367 USD ab. Längst ist wieder von drohender Parität zwischen Euro und US-Dollar die Rede, der Amerikaner könnte die europäische Währung sogar überholen.

An diesem Freitag jedoch gab es erstmal eine kleine Atempause für den Kurs des Währungspaars EUR/USD. Nach der Kursralley des Greenbacks nahmen einige Investoren ihre Gewinne mit. Eine ideale Gelegenheit für den Euro, einige Verluste wieder wett zu machen. Am Mittag notierte EUR/USD bei 1,0463 USD.

Auch Mexiko hebt den Leitzins an

Völlig untergegangen neben der Aufregung um den Zinsentscheid der Fed war die Überraschung, für die die mexikanische Notenbank am Donnerstag sorgte. Sie hob ihren Leitzins völlig unerwartet um 0,50 Prozentpunkte auf 5,75% an. Dieser Entscheid gab dem mexikanischen Peso die, seine Verluste der vergangenen Wochen wieder etwas auszugleichen. Der Peso war infolge des überraschenden Siegs des republikanischen Kandidaten Donald Trump im Kampf um das Weiße Haus stark angeschlagen. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, eine Mauer zu Mexiko zu bauen und die Mexikaner für diese bezahlen zu lassen.

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