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Geschrieben von Blackwell Global Deutschland am 12. Dezember 2016

Tradingausblick für die Woche: FED und USD im Fokus

In der kommenden Woche sind besonders im Goldpreis starke Bewegungen möglich. Die Auswirkungen der FED-Zinsentscheidung dürften sowohl im Euro als auch im Japanischen Yen mit resultierender Volatilität zu spüren sein.

STARKE BEWEGUNGEN FÜR GOLD DIESE WOCHE MÖGLICH; FED-ENTSCHEIDUNG MIT EINFLUSS AUF SOWOHL EURO ALS AUCH YEN; IN BEIDEN WÄHRUNGEN JETZT VOLATILITÄT ZU ERWARTEN.

Abb.: Blackwell Global Tradingausblick KW50

Kurzfassung

EUR/USD
Der Euro war zu Beginn der Woche im Auftrieb als die EU-Einzelhandelsumsätze mit relativ robusten 1,1% verlautbart wurden. Doch die anschließenden Nachrichten, dass die EZB ihr QE-Programm erweitert sowie eine Zunahme in den Bestellungen von Gebrauchsgütern der USA auf 0,8% begannen einen Abstieg, welcher sich über den Rest der Woche fortsetzte. Das Paar gab anschließend fast sämtliche Gewinne von Montag auf und schloss wieder im Bereich in dem es begonnen hatte - rund um die 1.0559 Marke. Nach vorne blickend sind diese Woche eine Reihe von Daten aus den USA im Fokus - mit Hauptaugenmerk auf die Zinsentscheidung der FED.

GBP/USD
Letzte Woche erwies sich als Wendepunkt für den Cable als das Paar mit einem scharfen Rutsch in den BRC Retail Sales Monitor Zahlen auf 0,6% auf Jahresbasis zu kämpfen hatte, sowie mit einem starken Ergebnis der US-Gebrauchsgüterbestellungen. Anschließend erlebte das Paar einen verstärkten Verkauf, der es bis unterhalb der 1.26 Marke zog, und es die Woche um die 1.2574 schließen ließ. Diese Woche ist im Begriff starke Volatilität zu sehen mit den beiden Zinsentscheidungen der FED sowie der Bank of England.

USD/JPY
Der USD/JPY setzte seine Rallye letzte Woche fort während das Paar auf die positive Stimmung rund um den Greenback reagierte sowie auf schwache Average Cash Earnings Zahlen aus Japan, welche die Lohninflation in Summe bis auf nur 0,1% auf Jahresbasis sanken. Das Paar durchbrach im Zuge dessen die 115.00 Marke und beendete die Woche um die 115.21. Fundamental liegt der Fokus diese Woche auf die FED-Zinsentscheidung sowie auf den Japanischen Tankan Index.

AUD/USD
Der Australische Dollar folgte dem breiteren Markttrend letzte Woche und schloss etwas höher, vor allem infolge der allgemeinen Stimmungsänderung zu Beginn der Handelaktivitäten. Diese frühen Gewinne erwiesen sich als vorteilhaft angesichts der schwächelnden Australischen BIP-Zahlen, die dem Paar zu Wochenschluss etwas zusetzten. Für die kommenden Handelssitzungen gilt es die Federal Funds Rate im Blick zu behalten aber auch ein Auge auf die Australischen Arbeitsmarktdaten gegen Ende der Woche zu haben.

NZD/USD
Der Kiwi-Dollar schaffte es, bescheiden höher zu steigen, trotz der doch bedeutenden Stimmungsschwünge im laufe der letzten Woche. Interessanterweise waren die beiden Sessions mit den meisten Gewinnen in dem Paar der Montag und der Mittwoch in denen es jedoch einige wichtige Upticks in US-Daten gab. Ein Großteil dieser Gewinne wurde jedoch am Freitag wieder eingebüßt als die Ergebnisse der Verbraucherstimmung veröffentlicht wurden und das Paar nur mäßig im Plus die Woche beenden ließen. Diese Woche sind vor allem die BIP-Zahlen aus Neuseeland von Bedeutung.

XAU/USD
Gold setzte seinen Abwärtstrend letzte Woche fort und erwies sich als eines der wenigen Instrumente, welche erwartungsgemäß auf die stärkeren fundamentalen Daten aus den USA reagierten. Zudem wurden Goldpreise durch die fortgesetzte Einpreisung der kommend FED-Sitzung, welche den Erwartungen nach eine Erhöhung der US-Zinsen verkünden sollte, nach unten gedrückt. Diese Veröffentlichung wird diese Woche daher auch von größter Bedeutung für das Metall sein, da jegliche Art von Entscheidung des Offenmarktausschusses zu signifikanten Preisbewegungen führen dürfte.

Unsere Analyse im Detail

EUR/USD - Bearish
Der Euro startete stark in die vergangene Woche als die Märkte positiv auf den Uptick in den monatlichen Einzelhandelsumsätzen der Eurozone auf 1,1% auf monatsbasis reagierten. Dies begann eine Rallye welche das Paar wieder über die 1.0700 Marke brachte und erst wieder durch die Verkündungen der EZB eingedämmt wurde, das QE-Programm weiter zu verlängern sowie Änderungen in einigen Parametern des Anleihenkaufprogramms vorzunehmen. Eine Reihe von starken US-Wirtschaftsdaten wurden ebenfalls veröffentlicht und ein Uptick in den Bestellungen der Gebrauchsgüter aus den USA auf 0,8% erwies sich als entscheidend. Die Dynamik wendete sich schließlich abwärts und das Paar rutschte den rest der Woche nach unten und schloß um die 1.0559 Marke.

EURUSD Technische Analyse

Abb.: EUR/USD Technische Analyse

Diese Woche verspricht sehr rege zu werden für den EUR/USD mit einer Reihe an US-Wirtschaftsdaten sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank. Die Entscheidung des US-Offenmarktausschusses im Besonderen verspricht der wesentliche bewegende Faktor für die nächste Zeit zu werden. Der Markt hat bereits nahezu vollständig eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten eingepreist was zum Teil auf der aktuellen Stärke des US-Arbeitsmarkts beruht. Dennoch besteht immer noch die geringe Möglichkeit, dass die FED erneut jegliche Handlungen vertagt - vor allem aufgrund eines Mangels in beständiger Lohninflation - was zu starker Volatilität und Aufwertung des Euro führen würde. Daher ist es bedeutend die Zinsentscheidung im Auge zu behalten sowie die darauf folgenden Aussagen der Vorsitzenden Janet Yellen zu analysieren welche mögliche aufschlussreiche Kommentare sowie Potenzial zu Volatilität erhalten sollten.

Von der technischen Seite betrachtet ist die anfängliche Neigung für diese Woche Bärisch, vor allem wenn man betrachtet, dass das Paar nicht seine Position über der 1.0800 Marke sowie der 55 EMA halten konnte. Zusätzlich befindet sich der RSI-Indikator auf neutralem Territorium im Abwärtstrend und suggeriert, dass noch Raum nach unten hin vorhanden ist. Daraus folgt, dass das untere Ziel für diese Woche bei der 1.0504 Unterstützung liegen dürfte. Unterstützung gibt es zur Zeit bei 1.0530, 1.0504 und 1.0461. Widerstand ist zu sehen bei 1.0657, 1.0690 sowie 1.0758.

GBP/USD - Neutral
GBP/USD erlebte eine äußerst schwache letzte Woche welche für das Paar mit einigen stark negativen Wirtschaftsdaten aus der UK begann. Die Zahlen des BRC Retail Sales Monitor rutschten bis auf 0,6% ab, gefolgt von schwachen Industrieproduktionsdaten, welche einen Rückgang von 0,9% auf monatsbasis erlebten, was die Stimmung gegenüber dem Paar kehrte. Diese Ergebnisse wurden nur noch verstärkt durch stärkere Zahlen der Bestellungen für Gebrauchsgüter der USA, welche weit über den Erwartungen mit 0,8% auf monatsbasis veröffentlicht wurden. Daraus folgte der Druck auf den GBP/USD und das Paar schloss die Woche stark tiefer um die 1.2574.

GBPUSD Technische Analyse

Abb.: GBP/USD Technische Analyse

Volatilität dürfte ein zentrales Element dieser kommenden Woche sein, in welcher dem Paar eine Reihe an Wirtschaftsdaten aus sowohl der UK als auch den USA bevorstehen. Das primäre Risikoereignis diese Woche sind jedoch deutlich die Zinsentscheidungen der beiden involvierten Zentralbanken welche auf dem Programm stehen. Die Bank of England sollte wohl die aktuelle Zinspolitik bei einem Satz von 0,25% beibehalten, Aufmerksamkeit muss jedoch dem, der Sitzung folgenden Statement, geschenkt werden. Im Kontrast dazu ist eine Zinserhöhung seitens der FED äußerst wahrscheinlich und größtenteils bereits in die Bewertung der einzelnen Währungen eingepreist. Nichtsdestotrotz kann die Kombination von Unsicherheit um beide Events herum zu starker Volatilität für das Paar führen.

Aus technischer Sicht ist die Aussicht auf das Paar für die kommende Woche neutral, vorausgesetzt, dass das Unterstützungsniveau bei 1.2301 noch immer hält. Zudem ist der RSI-Indikator weiterhin trendlos auf neutralem Territorium. Ein Durchbruch der Unterstützung bei 1.2301 wäre daher notwendig um mittelfristig eine Abwärtsneigung hervorzurufen. Unterstützung sehen wir derzeit bei 1.2548, 1.2301 und 1.2081. Widerstand besteht bei 1.2673, 1.2768 sowie 1.3120.

USD/JPY - Neutral
Der USD/JPY setzte seine Gewinne fort als eine positive Stimmung um den US-Dollar über die letzte Woche zu beobachten war. Zudem sind die Zahlen der Average Cash Earnings aus Japan weiterhin im Abwärtstrend und verzeichneten ein Ergebnis von 0,1% auf Jahresbasis. Im Kontrast dazu sind nahezu sämtliche Wirtschaftsdaten aus den USA - inklusive der Bestellungen für Gebrauchsgüter - äußerst stark ausgefallen und haben für Auftrieb im USD/JPY gesorgt. Im Zuge dessen stieg das Paar stetig über die letzte Woche und schloss um die 115.21 Marke ab.

USDJPY Technische Analyse

Abb.: USD/JPY Technische Analyse

Diese kommende Woche wird für das Paar sehr aktiv werden, zum einen mit den Veröffentlichungen des Tankan Manufacturing und Non-Manufacturing Index aus Japan. Es werden hierbei relativ vorteilhafte Werte von respektive jeweils 10 und 19 prognostiziert. Dennoch ist das wichtigste Event diese Woche die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten ist insbesondere in Anbetracht der hohen Erwartungen, welche die Zentralbank im Vorfeld beim Markt immer wieder an den Tag gelegt hat, äußerst wahrscheinlich. Daraus folgt natürlich, dass ein Großteil davon schon vom Markt eingepreist wurde, es bleibt jedoch dennoch einiges an Potenzial für Volatilität bestehen.

Aus technischer Sicht dürfte sich die Rallye im USD/JPY in unmittelbarer Zukunft noch weiterhin fortsetzen. Unsere derzeitige Neigung ist jedoch neutral da die Bewegungen relativ nahe des 61,8% Fibonacci Levels bei 115.58 sind. Dieser Widerstandspunkt dürfte in den kommenden Tagen relativ bedeutend sein und könnte jegliche weiteren Gewinne darüber hinaus eindämmen - zumindest kurzfristig gesehen. Daher erwarten wir im Vorfeld der FED-Sitzung einiges an Seitwärtsbewegung um diese Marke. Unterstützung gibt es derzeit bei 112.84, 111.30 und 109.09. Widerstand sehen wir bei 115.58, 118.34 sowie 121.70.

AUD/USD - Neutral
Der Australische Dollar hat über die letzte Woche einen Aufwärtstrend vorgewiesen, während der Montag die stärksten Tagesgewinne für das Paar gezeigt hat. Unterbrochen wurde dieser Trend durch einen Abfall im Australischen BIP von 0,5% für das Quartal und führte zu einem eher starken Fall im AUD. In Summe hat das Paar die Woche dennoch im Plus beendet, es deutet jedoch darauf hin, dass dem Australdollar der Schwung ausgegangen sein dürfte.

AUDUSD Technische Analyse

Abb.: AUD/USD Technische Analyse

Für diese Woche liegt der Hauptfokus für das Paar auf der Zinsentscheidung der US-Notenbank, es gilt jedoch auch einige bedeutende Arbeitsmarktdaten aus Australien zu bedenken. Im Besonderen sind die Beschäftigungsentwicklung sowie die Arbeitslosenrate aus Australien für diesen Freitag zur Veröffentlichung vorgesehen und jegliche Überraschungen könnten zu bedeutenden Bewegungen im AUD führen.

Auf der technischen Seite wird der AUD durch sein aufsteigendes Dreieck begrenzt was bedeutet, dass Raum für eine Aufwärtsbewegung da ist, wenn man die Nähe des Paares zur unteren Begrenzung bedenkt. Die äußerst bärische EMA und die steigende Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der parabolischen SAR könnten den Druck nach Oben für das Paar eindämmen. In der Tat könnte dies bereits in den langen Dochten der letzten Kerzen zu sehen sein. Daraus folgt, dass diese Woche eher flach ausfallen sollte, jedoch ist zu bedenken, dass, sollte die Unterstützung durchbrochen werden, ein recht starker Fall für das Paar folgen könnte. Widerstand wird erwartet bei 0.7505, 0.7567 und 0.7643. Unterstützung sehen wir bei 0.7434, 0.7372 sowie 0.7311.

NZD/USD - Neutral
Der Kiwi-Dollar reagierte stark auf die Stimmungsschwünge im USD letzte Woche und erzielte einiges an Gewinnen. Im Großen und Ganzen hat ein Uptick in der negativen Stimmung gegenüber dem USD die positiven US-Wirtschaftsdaten überschattet und den Neuseeland-Dollar angetrieben. Eine 3,5% Zunahme im GDT Preisindex gab dem NZD zusätzlich einiges an Auftrieb um von der schwankenden Marktstimmung zu profitieren. Einiges an diesen Gewinnen wurde jedoch gegen Ende der Woche wieder eingebüßt mit der Veröffentlichung eines starken Michigan Verbraucherstimmungs-Index von 98.0 - was dem USD wiederum auf die Beine half.

NZDUSD Technische Analyse

Abb.: NZD/USD Technische Analyse

In dieser Woche wird hier vor allem durch die FED-Zinsentscheidung sowie BIP-Zahlen aus Neuseeland mit Volatilität gerechnet. Insbesondere die BIP-Zahlen könnten sich stark auf das Paar auswirken, da Australien, der größte Handelspartner Neuseelands, jüngst ein negatives Wirtschaftswachstum aufgewiesen hat.

Technisch gesehen dürfte das Paar zu Beginn der Woche etwas mehr Abwärtspotenzial haben aber die aufsteigende Trendlinie sollte Verluste begrenzt halten oder sogar eine weitere Rallye anspornen. Widerstand finden wir bei 0.7172, 0.7227 und 0.7268. Unterstützung sollte zu sehen sein bei 0.7115, 0.7073 sowie 0.7042.

XAU/USD - Bearish
Der Abwärtstrend im Gold setzte sich fort letzte Woche was nicht nur dem Einpreisen einer US-Zinserhöhung zu verdanken ist, sondern auch stärkeren US-Wirtschaftszahlen - insbesondere einem Uptick im ISM Non-Manufacturing Einkaufsmanager Index auf 57.2 sowie den JOLTS Stellenangeboten auf 5.53M. Die starken Arbeitsmarktdaten bestärkten zudem viele Trader in der Meinung, dass eine FED-Zinserhöhung diese Woche so gut wie sicher ist und führten zu weiteren Verlusten in dem Edelmetall.

Gold Technische Analyse

Abb.: Gold Technische Analyse

Goldpreise werden diese Woche hauptsächlich von der FED-Zinsentscheidung bewegt werden. Wenn die Erwartungen für einen Zins-Hike eintreten wird das Edelmetall seinen Kurs nach Unten hin fortsetzen, die Stärke dieser Auswirkung könnte jedoch durch die bereits vorhandene Einpreisung gedämpft werden. Sollte sich die FED hingegen für keine Erhöhung entscheiden so könnte der Goldpreis wieder über die 1200 Marke federn.

Aus technischer Sicht ist Gold noch lange nicht im Begriff seine bärische Neigung abzuschütteln. Mit Ausnahme des RSI-Indikators sind die meisten technischen Schlüsselsignale weiterhin bärisch was im Angesicht der bisherigen Performance des Metalls nicht verwunderlich ist. Die 12, 20 und 100 Tage EMA’s behalten ihre stark bärische Neigung was weiterhin Verkäufe stetig halten sollte. Widerstand wird am stärksten um die 1167.62, 1178.64 und 1194.78 Levels. Unterstützung sehen wir bei 1154.10, 1139.50 sowie 1126.81 Levels.

Bildquellen: Blackwell Global Tradingausblick KW50; EURUSD Technische Analyse; GBPUSD Technische Analyse; USDJPY Technische Analyse; AUDUSD Technische Analyse; NZDUSD Technische Analyse; Gold Technische Analyse

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