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Geschrieben von forextotal am 7. Oktober 2016

Pfund bricht auf 31-Jahrestief ein

Britisches Pfund (GBP)

Es war ohnehin schon eine schwere Woche für das britische Pfund. Gebeutelt von konkreten Schritten in Richtung des Brexit rutschte die Währung in der Nacht auf Freitag dann auf ein 31-Jahrestief bei 1,1841 USD. Zwar konnte sich der Kurs recht schnell wieder über die Marke von 1,24 USD hangeln - dennoch, die Währung bleibt angeschlagen und wird so schnell wohl nicht wieder erholen können.

Tiefster Stand seit 1985

Seit 1985 notierte das Cable genannte Währungspaar GBP/USD nicht mehr so schwach wie dieser Tage. Zuletzt bewegte sich der Kurs bei 1,2416 USD. das ist zwar ein deutlicher Zugewinn gegenüber dem nächtlichen Crash, doch bleibt der Wert noch immer weit hinter dem Niveau um das Brexit-Votum zurück.

Was auch immer hinter dem plötzlichen Kursabrutsch in kürzester Zeit stecken sollte: An den Märkten reichen die Spekulationen von versehentlich ausgeführten Aufträgen über eine Panne in automatischen Handelsprogrammen bis hin zu Verkaufsaufträgen im dünnen Handel, die den Kurs in die Knie gezwungen hatten. Sicher ist, dass die Briten ihre eigene Landeswährung mit dem Brexit-Votum in eine Schwachwährung verwandelt haben.

Spekulationen um Brexit-Folgen

Seit dem Volksentscheid des Inselstaats spiegelt das britische Pfund nicht länger mehr wie die anderen Hauptwährungen die akute Stärke seiner Volkswirtschaft. Stattdessen ist die Währung zu einem Spielball der Spekulationen verkommen, die sich nur noch um den künftigen Zugang Großbritanniens zum EU-Markt drehen.

Selbst die Bank of England beteiligt sich an diesen Spekulationen. Erst kürzlich senkte sie ihren Leitzins, um wirtschaftliche Verluste durch den Brexit auffangen zu können. Anleger haben mit Nervosität auf die Ankündigungen der neuen britischen Premierministerin Teresa May reagiert, harte Ausstiegsverhandlungen mit der EU führen zu wollen.

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