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Geschrieben von forextotal am 19. Juli 2016

Deutscher Konjunkturausblick nach Brexit auf Rekordtief

Trading-ChartNach wie vor wollen die Beben, die das britische "Leave!"-Votum an den internationalen Finanzmärkten ausgelöst hat, nicht abebben. Die anhaltende Unsicherheit, die von der Ratlosigkeit der Politiker in Großbritannien und dem Rest der Europäischen Union noch befeuert wird, trägt ihren Teil zu den turbulenten Entwicklungen der letzten Wochen bei. Jetzt scheint der Pessimismus, der die Anleger seit dem Brexit ergriffen hat, auch die deutschen Finanzexperten ergriffen zu haben. Der jüngst vorgelegte ZEW-Index offenbarte: Ihr Blick in die Zukunft hat sich überdeutlich eingetrübt.

Unsicherheit lässt Finanzmärkte nicht los

Ein Blick auf die neuesten Zahlen des ZEW-Konjunkturindizes macht klar: Der Juli des Jahres 2016 markiert einen Umbruch in der Stimmungslage der Finanzwelt. Selten war ein Absturz eines großen Index für die deutsche Konjunktur so dramatisch wie in diesem Monat.

Wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mitteilte, brach das Barometer um 26 Punkte ein und notierte im Juli bei -6,8 Zählern, seinem tiefsten Niveau seit November 2012. Ein fatales Signal, das die großen Unsicherheit nach dem Ausstiegswunsch Großbritanniens aus der Europäischen Union neuen Nährboden schenken wird.

Folgen noch nicht absehbar

Im Vorfeld war zwar bereits ein deutlicher Rückgang, doch nicht ein solch fataler Absturz absehbar. Befragte Ökonomen rechneten damit, dass sich das Barometer auf etwa 9,0 Punkte zurückziehen könnte. Doch nicht nur der Ausblick in die Zukunft, auch die Bewertung der akuten konjunkturellen Lage in Deutschland trübte sich merklich ein. Der entsprechende Index musste sich um 4,7 Zähler zurückziehen.

Und tatsächlich sind die Folgen des Brexit für die deutsche, britische und die europäische Wirtschaft derzeit kaum abzusehen. Deutlich drückt sich die Stimmungslage der Anleger in den Währungskursen des britischen Pfunds und des Euros aus, die derzeit unberechenbar empfindlich auf die aktuelle Nachrichtenlage reagieren.

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