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Geschrieben von forextotal am 24. Mai 2016

Brexit bestimmt über Pfund-Kurs

Britisches Pfund (GBP)

An den internationalen Finanzmärkten herrscht dieser Tage ein einziges Thema vor: der möglicherweise bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, der so genannte Brexit. Viel wurde dieser Tage diskutiert und spekuliert, welche Folgen ein solcher Schritt für die britische Wirtschaft aber auch die internationalen Finanzmärkte hätte. Eines gilt als sicher: Größter Verlierer des Brexit wäre der Kurs des britischen Pfunds.

Rückläufiger ZEW-Index

Ein Blick auf den jüngsten ZEW-Konjunkturindex macht die Brisanz des Themas Brexit deutlich sichtbar. Die Stimmung der Finanzmarktexperten trübte sich im Monat Mai merklich ein, daran trägt der Inselstaat zumindest eine Mitschuld.

Insgesamt fielen die Konjunkturerwartungen von 11,2 Punkte im April auf 6,4 Zähler im Mai zurück - ein herber Rückschlag, wurde doch im Vorfeld ein Sprung auf 12,0 Punkte erwartet. Damit bleibt der Index auch weiterhin deutlich hinter seinem langfristigen Mittelwert von 24,5 Zählern zurück.

Verlierer des Brexit

Tatsächlich würde der Austritt Großbritanniens aus der EU verheerende wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Britische Einzelhändler befürchten Umsatzeinbußen und auch der Immobilienmarkt würde unter rückläufigen Anlegerzahlen leiden. Die größten Sorgen aber dürften sich aktuell die Banker am Finanzplatz London machen. Auf rund 21,5 Milliarden Euro beziffern Experten die Verluste, die der Brexit den Finanzinstituten kosten würde.

Größter Verlierer aber dürfte das britische Pfund bleiben, dessen Kurs unter dem Druck des Austritts zusammenbrechen würde. Sogar die Parität mit dem Euro stellen einige Experten in Aussicht. Tatsache ist, dass die Landeswährung bereits heute vom Bedrohungsszenario Brexit belastet ist.

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