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Geschrieben von Tobias Selb am 2. Februar 2016

Pfund steigt mit Hoffnung auf EU-Verbleib

Britisches Pfund (GBP)

Auch in dieser Handelswoche muss das britische Pfund immer wieder kämpfen, um sich gegenüber seinem Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten durchzusetzen. Zuletzt notierte das Cable genannte Währungspaar bei 1,4412 USD und damit mit einem deutlichen Zugewinn gegenüber dem Wochenbeginn. Doch neuste vorgelegte Wirtschaftsdaten könnten für den Erholungskurs der britischen Währung zur Belastungsprobe werden.

Ernüchterung im Baugewerbe

Während des Monats Januar fiel der bislang so grundsolide Bausektor des Inselstaats deutlich gegenüber dem Vormonat zurück. Im Markit Einkaufsmanagerindex erreichte der Wirtschaftszweig gerade noch einen Wert von 55,0 Punkten, im Dezember waren es noch 57,8 Zähler.

Mit einem solch deutlichen Rückgang hatten die Analysten nicht gerechnet, sie gingen von moderaten Verlusten bis 57.5 aus. Als Grund für den Verlust nannten die Baufirmen die akute wirtschaftliche Unsicherheit, wegen der die Neuaufträge ausblieben. Sie beklagen das schlechte Geschäftsklima, das sie in ihrem Wachstum bremst.

Tusk reicht Cameron die Hand

Während die ökonomische Realität Großbritanniens das Pfund heute unter Druck setzte, wirkte die Hoffnung der Anleger auf einen Verbleib der Briten in der EU als Triebfeder. Um den Ausstiegsfantasien einiger britischer Politiker etwas entgegenzusetzen, bot der EU-Ratspräsident Tusk der Regierung ein Entgegenkommen in den Punkten Sozialleistungen und Zusammenarbeit an.

Ob diese Zugeständnisse ausreichen werden, um den Premierminister Cameron zu besänftigen, bleibt dennoch fraglich. Er möchte bis Ende 2017 die Briten selbst über ein Referendum zum Verbleib in der EU befragen.

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