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Geschrieben von Tobias Selb am 1. Februar 2016

Yen stabilisiert sich nach BoJ-Schock

Japan und der Yen

Einmal mehr steht die noch junge Handelswoche im Zeichen neuer Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten. Höhepunkt dürfte die Veröffentlichung der Non Farm Payrolls, also der offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag sein. Nach dem überraschenden Leitzinsentscheid der Bank of Japan legte der US-Dollar einen ungewöhnlich schwerfälligen Start in die Woche hin und notierte gegenüber den anderen Hauptwährungen niedriger.

Talfahrt vorerst ausgebremst

Am Freitag noch kletterte die US-amerikanische Währung gegenüber dem japanischen Yen auf luftige Höhen. In der Spitze erreichte das Währungspaar USD/JPY einen Wert von 121,63 JPY. Heute allerdings musste sich der Greenback bereits wieder etwas zurückziehen, zuletzt notierte er merklich geschwächt bei 120,88 JPY.

Damit ist die Durststrecke des japanischen Yen freilich noch lange nicht vorüber, schließlich startete der Dollar seinen Höhenflug bei gerade einmal 118,57 JPY. Noch also macht die heutige Kurskorrektur kaum einen Unterschied im immensen Wertverlust der japanischen Landeswährung.

Märkte setzen auf Yen-Stärke

Doch an den internationalen Finanzmärkten ist bereits kräftiger Gegenwind zu den Plänen der Bank of Japan zu spüren. Diese zielte mit der plötzlichen Absenkung ihres Leitzinses darauf ab, die eigene Währung zu schwächen, um damit Exporte und Konjunktur anzukurbeln.

Ganz andere Ziele verfolgen derweil die Anleger an den Devisenmärkten: Sie wollen weiteres Aufstiegspotenzial im japanischen Yen erkennen und spekulieren auf seinen langfristigen Erfolg. Sorge um die Stabilität der Weltwirtschaft könnten dem Yen durchaus erneuten Auftrieb verleihen. Mit der expansiv ausgerichteten Geldpolitik der BoJ allerdings steht seine Bedeutung als Safe-Haven-Währung auf dem Spiel.

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