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Geschrieben von Tobias Selb am 28. Januar 2016

US-Dollar nach Fed-Sitzung in Bedrängnis

USA und der Dollar

Nach der gestrigen Sitzung der Federal Reserve Bank musste der US-Dollar kräftig Federn lassen. Die akute Schwäche der Währung ausnutzend kletterte die europäische Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf bis auf ein Hoch bei 1,0931 USD. Doch auch gegenüber den anderen Hauptwährungen handelte der Greenback heute schwächer, der US-Dollar-Index rutschte auf 98,95.

Blick ruht auf den globalen Risiken

Wie erwartet gab es gestern keinerlei Änderungen am Leitzins und auch sonst verzichteten die Notenbanker auf Ankündigungen neuer Maßnahmen. Stattdessen verdeutlichten die Währungshüter der Fed, dass sie sich durchaus der akuten globalen Risiken bewusst sind.

Sollten sich diese auf die konjunkturelle Erwartung, Inflationsentwicklung oder den Arbeitsmarkt auswirken, muss der nächste Schritt in Richtung einer normalisierten Geldpolitik, der im März erfolgen sollte, ausgesetzt werden. Demnach könnte die nächste Zinsanhebung erst im Juli erfolgen. Mit dem fehlenden Antrieb durch Zinsspekulationen der Anleger dürfte dem Aufstiegskurs des Dollars schon bald die Puste ausgehen.

Jüngste Zahlen wecken Zweifel an Zinsplänen

Am heutigen Donnerstag folgte die Veröffentlichung weiterer Daten aus den Vereinigten Staaten. Diese fielen allgemein enttäuschend aus. So gaben die Auftragszahlen für langlebige Güter im Vormonat um 5,1% nach und übertrumpften damit noch die Befürchtungen der Analysten, die lediglich von einem Rückgang um 0,6% ausgingen, um ein Vielfaches.

Spätestens seit Jahresbeginn fallen auch die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den Vereinigten Staaten wieder besorgniserregend hoch aus. Sollte sich dieser Trend in Wirtschaft und Arbeitsmarkt weiterhin fortsetzen, drohen sich künftige Zinsschritte durch die Fed maßgeblich zu verzögern.

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