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Geschrieben von Tobias Selb am 26. Januar 2016

US-Dollar vor Fed-Sitzung erstarrt

USA und der Dollar

Höhepunkt auf dem Wirtschaftskalender dieser noch jungen Handelswoche ist die Sitzung der amerikanischen Federal Reserve Bank am Mittwoch. Vor Spannung stillzustehen scheint heute der Kurs des US-Dollars. Die Anleger treibt die Frage um, ob die Fed ihren hawkishen Kurs wird fortsetzen können oder dovishe Töne verlauten lassen wird.

Die Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel

Wird die Fed ihren im Dezember eingeschlagenen geldpolitischen Pfad weiter verfolgen oder davon abrücken müssen? Im Jahr 2016 planten die Währungshüter eine Rückkehr zu einer konservativeren Geldpolitik mittels einer langsamen Anhebung des Leitzinses. Ursprünglich war eine Zinserhöhung um 0,25% zu jeder zweiten Sitzung vorgesehen, insgesamt beliefen sich die Zinsschritte dann auf 4 in diesem Jahr. Doch seit dem mutigen Beschluss im Dezember, endlich an der Zinsschraube zu drehen, hat sich in der globalen Finanzwelt vieles gewandelt.

Als gesichert gilt in jedem Fall, dass an diesem Mittwoch noch mit keinen weiteren Zinsschritten der Fed zu rechnen ist. Doch auch für die kommenden Beschlüsse könnte es eng werden. Ökonomen sagen voraus, dass sich die Fed an höchstens zwei Zinsschritte in diesem Jahr heranwagen wird, statt im März könnte es also im Juni soweit sein.

China ist ein Problem für die Zinspläne

Größtes Sorgenkind der Finanzmärkte ist derzeit China. In den vergangenen Monaten geriet die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ins Straucheln, eine abschwächende Konjunktur und Turbulenzen an den Börsen hatten für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Profitiert hatte davon der US-Dollar, die Unsicherheit der Märkte wertete die Währung auf. Ein starker Dollar jedoch bedeutet eine starke Belastung sowohl für die Inflationsprognosen als auch für die Konjunktur insgesamt.

Unter diesen Voraussetzungen gestaltet sich die morgige Sitzung besonders spannend. Es bleibt abzuwarten, welche leichten Nuancen der Wortwahl der obersten Währungshüterin Janet Yellen zu entnehmen sein werden. Bislang scheinen die Anleger an den Devisenmärkten jedenfalls unentschlossen zu sein, der US-Dollar bewegte sich im Tagesverlauf gegenüber den anderen Leitwährungen kaum.

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