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Geschrieben von Tobias Selb am 22. Januar 2016

US-Dollar zieht gegen Hauptwährungen an

USA und der Dollar

Zum Ende der aktuellen Handelswoche legte der US-Dollar gegenüber den anderen Hauptwährungen wieder einmal kräftig zu. Der amerikanischen Währung spielte in die Karten, dass die Anleger neue expansive Maßnahmen in der Eurozone sowie Japan erwarten. Für weitere Bewegung im heutigen Kursverlauf des Greenbacks könnten die ausstehenden Veröffentlichungen von neuen Wirtschaftsdaten sorgen.

EZB kämpft um ihre Glaubwürdigkeit

Nach seinem Kursrutsch im Zuge der gestrigen EZB-Sitzung konnte sich der Euro auch heute kaum erholen. Seit dem Morgen neigt sich der Kursverlauf stetig abwärts, die leichte Erholungsbewegung vom Donnerstagabend war am heutigen Handelstag schon wieder verklungen. Zuletzt notierte die gesamteuropäische Währung bei einem Wert von 1,0808 USD und konnte sich damit nur noch knapp über der Marke von 1,08 USD halten.

Im Zuge der EZB-Stellungnahme betonte Mario Draghi, dass die europäischen Währungshüter im März die Gelegenheit ergreifen werden, die Geldpolitik an die aktuelle globale Situation anzupassen. Für die Anleger heißt das, dass sie mit einer Ausweitung der expansiven Maßnahmen rechnen müssen. Darauf deuteten auch heute publizierte Inflationserwartungen für Europa hin, welche ein neues Rekordtief erreichten.

QE-Maßnahmen der Bank of Japan wahrscheinlich

Auch der japanischen Währung Yen stehen nach ihrer Erfolgswelle der letzten Tage schwere Zeiten bevor. Der oberste Währungshüter des Landes, Haruhiko Kuroda, verkündete zwar ganz klar, dass er nicht gewillt sei, einen negativen Zinssatz einzuführen. Dennoch gehen die Märkte fest davon aus, dass die Bank of Japan in naher Zukunft neue Lockerungsmaßnahmen ergreifen wird. Denkbar ist beispielsweise eine Ausweitung des bereits laufenden Kaufprogramms für Vermögenswerte.

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