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Geschrieben von forextotal am 15. Januar 2016

Marktstimmung begünstigt Euro

Europa und der Euro

Viel Bewegung in den Wechselkursen der Hauptwährungen gab es auch zum Ende dieser Handelswoche. Ölpreisverfall und globale Konjunktursorgen gewannen an diesem Freitag wieder die Oberhand, die Nervosität unter den Anlegern stieg. Von der erneuten Risikoaversion der Märkte profitierte wieder einmal die europäische Gemeinschaftswährung. Von seinem gestern erreichten Tief bei 1,0841 USD schnellte der Euro auf einen vorläufigen Spitzenwert von 1,0968 USD.

Kursgewinn dank Carry Trades

Von Erholung der internationalen Finanzmärkte war an diesem turbulenten Freitag kaum noch etwas zu spüren. Die Marktteilnehmer zeigten sich angespannt, sorgen doch gleich zwei große Bedrohungen für Ängste: Zum einen wären da die anhaltenden Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung in Fernost, zum anderen der massive Einbruch der Ölpreise, der die Inflationsprognosen der Länder für nichtig erklärte.

Schon in der zurückliegenden Woche gelang es der gesamteuropäischen Währung, von dieser um sich greifenden Unsicherheit der Händler zu profitieren. Ihr Kurs gegenüber dem US-Dollar konnte nach einem Durchhänger erneut über die Marke von 1,09 USD ziehen. Mit dem verstärkten Auflösen von Carry Trades steigen die Chancen auf eine weitere bullishe Fortentwicklung des Euros.

EZB sendet dovishe Signale

Doch dem neuerlichen Erfolg der Währung bläst seit gestern wieder kräftiger Gegenwind entgegen. Aus dem jüngsten Sitzungsprotokoll der Europäischen Zentralbank geht eindeutig hervor, dass einige der Währungshüter eine Ausweitung der Lockerungsmaßnahmen fordern. Im Jahresverlauf könnte es die Zentralbank in Betracht ziehen, ihren Einlagesatz erneut abzusenken. Zum Zinsentscheid der EZB am Donnerstag könnte sich die Rhetorik noch einmal merklich verschärfen. Mit den bisher beschlossenen Maßnahmen gelang es nicht, Inflation und Konjunktur anzukurbeln.

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