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Geschrieben von Tobias Selb am 12. Januar 2016

China stützt Landeswährung Yuan

China und der Renminbi (Yuan)

In dieser Woche beschäftigt die Anleger an den internationalen Finanzmärkten wieder einmal der massive Einbruch an der chinesischen Börse. Gleich zweimal ist es bereits im jungen Jahr 2016 zu einem Crash gekommen. Ängste vor globalen Konjunktureinbußen führen zu volatilen Ausschlägen in den Kursen der Währungspaare. Indes versucht Chinas Notenbank mit aller Macht, gegen die Turbulenzen vorzugehen.

Gezielte Eingriffe in Honkong

Mit umfangreichen Ankäufen an der Börse in Hongkong gelang es der chinesischen Notenbank People Bank of China, die Landeswährung Yuan sowie damit verbunden die Aktienkurse zu stützen. Der dort ansässige Offshore-Handel ist weit weniger streng reguliert als im Inland und ermöglicht es der PBoC, den Yuan für ihre geldpolitischen Ziele im großen Stil aufzukaufen.

Zeitgleich setzten die Währungshüter den Referenzwert zum Dollar weiter ab, um den Wert der eigenen Währung zu festigen. Im Gegensatz zu den Hauptwährungen an den Devisenmärkten wird diec Währung nicht gänzlich frei gehandelt. An den chinesischen Märkten darf der Yuan um höchstens 2% um den von der Notenbank festgelegten Referenzwert schwanken.

Furcht vor dem Konjunktursturz

Nicht von ungefähr kommen die sorgenvollen Blicke in Richtung China. Im zurückliegenden Jahr 2015 verzeichnete die Volkswirtschaft laut offiziellen Berichten des chinesischen Staats gerade einmal ein Wachstum von knapp 7%. Damit entwickelte sich die Wirtschaft des Landes langsamer als in den vorangegangenen 25 Jahren.

Als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt könnte China die Konjunktur in anderen exportorientierten Nationen und Schwellenländern negativ beeinflussen. An den Finanzmärkten geht die Furcht um, die chinesische Regierung habe möglicherweise die Kontrolle über die bislang rigide kontrollierte Währung verloren.

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