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Geschrieben von Tobias Selb am 11. Januar 2016

Gegenwind für den Euro

Europa und der Euro

Für kräftigen Auftrieb im Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung sorgte die Risikoaversion der Anleger im Zuge der Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten in der vergangenen Woche. Am Freitag noch erkämpfte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar einen Spitzenwert von 1,0964 USD. In der aktuellen Handelswoche könnten sich die Vorzeichen des Währungspaars EUR/USD wieder umkehren: Das Vertrauen in den Greenback ist zurückgekehrt und der Euro musste sich unter die Marke von 1,09 USD zurückziehen.

Dollar startet Woche mit neuer Stärke

Unsicherheit ist etwas, worauf die Markteilnehmer der Devisenmärkte besonders empfindlich reagieren. Dies hat sich in der zurückliegenden Woche wieder einmal bewahrheitet, als sich mit dem Crash des chinesischen Aktienmarkts Scharen vom US-amerikanischen Dollar abwandten. Auf einmal schienen alle Spekulationen auf baldige nächste Zinsschritte durch die Federal Reserve Bank verschwunden, schließlich ließ sich die Zentralbank schon einmal durch das Geschehen in China von einem Zinsbeschluss abbringen.

Spätestens mit der Veröffentlichung eines grundsoliden Arbeitsmarktberichts am vergangenen Freitag aber ist die Erwartungshaltung an die Märkte zurückgekehrt. Aktuellen Spekulationen zufolge könnten bereits im März weitere Zinsschritte erfolgen. Mit 292.000 neuen Stellen gelang es dem Bericht auch den letzten Zweifler von der Stabilität der amerikanischen Wirtschaft überzeugen.

Märkte wetten gegen Euro

In der veränderten Situation zum Beginn dieser Handelswoche bläst der europäischen Gemeinschaftswährung kräftiger Gegenwind entgegen. Tatsächlich wendete sich die Stimmung an den Märkten zuletzt mehrheitlich gegen einen weiteren Anstieg des Euros.

Einzig eine erneute Ausweitung der Risikoaversion wie in der letzten Woche könnte einem unweigerlichen Kursverlust des Euros Vorschub leisten. Vorerst hält die Lage in China die Verluste der Gemeinschaftswährung begrenzt.

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