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Geschrieben von Tobias Selb am 5. Januar 2016

Inflationszahlen belasten Pfund und Euro

Europa und der Euro

Jüngst veröffentlichte, neue Inflationszahlen aus dem Euroraum zeichneten ein düsteres Bild. An den Märkten reagierten die Anleger prompt auf die neue Nachrichtenlage und ließen die gesamteuropäische Währung ebenso wie das britische Pfund fallen. Gegenüber dem US-Dollar mussten beide Währungen teils herbe Verluste hinnehmen. Bis auf ein vorläufiges Tief bei 1,0740 USD rutschte der Euro ab, das britische Pfund stieß am frühen Nachmittag bei 1,4665 USD auf Unterstützung.

Europäische Währungen unter Druck

Stark startete der Euro in die erste Handelswoche des neuen Jahres. Am gestrigen Montag erreichte er dank eines schwachen Dollar-Kurses Höhen von bis zu 1,0946 USD. Heute wendete sich das Blatt mit der Veröffentlichung ernüchternder Inflationsdaten aus den Euroländern prompt. Der Kurs rutschte seit den Morgenstunden kontinuierlich ab und konnte die Marke von 1,08 USD nicht länger halten.

Selbst der Veröffentlichung durch und durch optimistischer Zahlen aus dem britischen Baugewerbe gelang es heute nicht, den stetigen Fall des Pfund-Kurses aufzuhalten. Im Gegenteil, er näherte sich mit großen Schritten erneut seinem Achtmonatstief bei 1,4662 USD an, das er am Montag erreichte.

Inflationsziel in weiter Ferne

Auf die heute vorgelegten Inflationszahlen, die zunächst für Deutschland und Italien schwach ausfielen und sich dann für die gesamte Eurozone bestätigten, reagierten die Marktteilnehmer empfindlich. Schließlich könnten sie für die Währungshüter der Europäischen Zentralbank ein Signal liefern, ihren Lockerungskurs noch weiter zu verfolgen. Dabei sind auch neue geldpolitische Maßnahmen denkbar.

Ungeachtet der seit über einem Jahr weit geöffneten Geldschleusen der Zentralbank will ein Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone bislang nicht gelingen. Im Vorjahresvergleich nahm die Inflation um gerade einmal 0,2% zu und enttäuschte damit noch die ohnehin moderaten Erwartungen der Analysten.

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