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Geschrieben von forextotal am 9. Dezember 2015

Ölpreise lassen Währungskurse purzeln

Trading-Chart

Gestern gerieten die Kurse mehrerer Währungen von ölexportierenden Ländern ins Straucheln, allen voran der kanadische Dollar und die norwegische Krone. Im Tagesverlauf stieg der US-Dollar bis auf einen Wert von 1,3623 kanadische Dollar an und legte damit um knapp 1% zu - ein Wertzuwachs, der für dieses Währungspaar so seit Juni 2004 einmalig war. Heute konnten sich die Währung bereits wieder leicht stabilisieren und streben dem Niveau vom Wochenbeginn entgegen.

Exporteinbruch befürchtet

Am zurückliegenden Dienstag brachen die Ölpreise bis auf ihr niedrigstes Niveau seit Beginn des Jahres 2009 ein und nahmen dabei zahlreiche Währungen ölexportierender Länder mit auf ihre Talfahrt. Die Währungskurse reagierten deshalb so empfindlich, da mit den fallenden Preisen für Rohöl auch die zu erwartenden Einnahmen aus den Exporten für die jeweiligen Länder einzubrechen drohen.

Schuld an diesem Preisverfall waren gescheiterte Gespräche zwischen den so genannten OPEC-Ländern. Zu dieser Organisation erdölexportierender Länder mit Sitz in Wien zählen unter anderen Saudi-Arabien, Iran, Ecuador und Libyen. Als Ölkartell verfolgen sie gemeinsam das Ziel, den Ölpreis auf dem Weltmarkt zu steuern.

OPEC ohne Einigung

Seit vielen Monaten bereits befindet sich der Ölpreis in einer Abwärtsspirale, da die internationalen Märkte übersättigt sind. Wie schon im letzten Jahr konnten sich die Mitglieder auch zu dieser Sitzung nicht darüber einig werden, die Ölförderung zu beschränken. Lediglich eine Obergrenze für die Förderung des Rohstoffes aber könnte für eine Stabilisierung der Preise sorgen. Doch zu diesem Schritt können sich die Mitgliedsstaaten derzeit nicht durchringen, zu schwer wiegen die jeweiligen Eigeninteressen.

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