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Geschrieben von forextotal am 10. November 2015

Euro von EZB-Politik belastet

Europa und der Euro

Der wachsenden Stärke des US-Dollars, genährt von den Spekulationen der Anleger auf eine baldige Anhebung der Leitzinsen in den Vereinigten Staaten, hat die europäische Gemeinschaftswährung nichts entgegenzusetzen. Schlimmer noch - sie wird durch den zunehmend expansiven Ton aus Kreisen der Europäischen Zentralbank noch zusätzlich belastet. Erdrutschartig präsentierte sich der Kursverlauf des Währungspaars EUR/USD, der heute ein Tief bei 1,0684 USD erreichte.

Freie Bahn für den Dollar-Anstieg

Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem kaum noch jemand ernsthaft an eine Zinswende durch die Federal Reserve Bank vor Ablauf des Jahres gerechnet hatte, kehrten sich die Verhältnisse schlagartig auf den Kopf. Mit den grundoptimistischen Zahlen vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt, die am Freitag veröffentlicht wurden, hatten Experten einfach nicht gerechnet.

Der Glaube in den US-Dollar ist an die Märkte zurückgekehrt und mit ihm schnellte der US-Dollar-Index auf sein höchstes Niveau der vergangenen 12 Jahre - eine kleine Sensation. Aktuell gibt es kein Hindernis, das sich einem weiterem Anstieg des Greenbacks entgegenstellen könnte, deshalb ist mit einem weiteren Wertgewinn gegenüber den Leitwährungen zu rechnen.

Verschärfung von Strafzinsen geplant

Völlig gegensätzlich stellt sich die aktuelle Situation für den Euro dar. An den Devisenmärkten mehren sich die Spekulationen, die EZB könnte sich bereits im Dezember zu einer Ausweitung ihres expansiven Maßnahmenpakets entschließen.

Sogar von einer unerwartet deutlichen Absenkung des Einlagezinses ist die Rede, was die Wertminderung der Gemeinschaftswährung in schnellen Schritten vorantreibt. Seit September 2015 beläuft sich der Einlagesatz bereits auf -0,2%, künftig sollen die Strafzinsen also noch höher ausfallen. Stetig abwärts geht es im Kurs von EUR/USD seit Freitag, die Marke von 1,07 USD ist für das währungspaar kaum noch zu halten.

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