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Geschrieben von forextotal am 4. November 2015

Euro fällt mit Aussicht auf Lockerungsmaßnahmen

Europa und der Euro

Schwere Zeiten stehen der europäischen Gemeinschaftswährung bevor. In einer Rede betonte EZB-Chef Mario Draghi die Bereitschaft der Währungshüter, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Konjunktur und Inflation in der Eurozone zu stützen. Spätestens jetzt mussten sich die Anleger auf eine Ausweitung der QE-Maßnahmen durch die Zentralbank einstellen. In der Folge rutschte der Euro am heutigen Mittwoch unter die Marke von 1,09 USD und unterbot damit noch sein Tief bei 1,0901 USD von vergangener Woche.

Zurück auf Juli-Niveau

Noch vor den ersten konkreten Schritten durch die EZB ist an den Märkten die Lockerung der europäischen Geldpolitik bereits Realität. Scharenweise wandten sich die Marktteilnehmer von der Gemeinschaftswährung ab. Der Druck, der von der riesigen Kluft zwischen dem Kurs der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve Bank ausgeht, bekommt der Kurs des Währungspaars EUR/USD deutlich zu spüren: Heute ging es rasant abwärts, zuletzt handelte der Euro bei 1,0887 USD und könnte noch weiter an Wert verlieren.

Im Bann der Zinsfantasien

Während die europäischen Währungshüter also zu verzweifelten Maßnahmen tendieren, um endlich in die Nähe ihres Inflationsziels zu gelangen, erwarten die Märkte bereits erste Zinsschritte von der Fed. Ob die amerikanische Zinswende allerdings noch in diesem Jahr erfolgen wird, weiß aktuell kaum jemand zu sagen. Es gilt einmal mehr, im Kaffeesatz der Wirtschaftsdaten zu lesen.

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Arbeitsmarktdaten, die das US-Arbeitsministerium am Freitag veröffentlichen wird. Im Vorfeld sorgen heute schon einmal die Vorboten für Aufsehen: Einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Zahlen gibt der Bericht des privaten Dienstleisters ADP. Zusätzlich steht der Dienstleistungsindex ISM auf dem Programm.

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