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Geschrieben von forextotal am 19. Oktober 2015

Euro sinkt mit Aussicht auf EZB-Entscheid

Europa und der Euro

Für die europäische Gemeinschaftswährung ist die Zeit des Höhenrauschs vorläufig vorüber. Zum Beginn der neuen Handelswoche rutschte der Kurs des Währungspaars EUR/USD bis auf ein Tief von 1,1321 USD ab - vergangenen Donnerstag noch erreichte er Spitzen bei 1,1489 USD. Der Grund für diese Ernüchterung im Kursverlauf ist zum einen in der wiedererlangten Stärke des US-Dollars zu suchen, zum anderen blicken die Anleger pessimistisch der nächsten EZB-Sitzung entgegen.

Wider die Deflationsgefahr

Bereits seit geraumer Zeit verfolgt die Europäische Zentralbank einen expansiv ausgerichteten Kurs in ihrer Geldpolitik. In dieser Woche könnten die bislang ergriffenen Maßnahmen noch weiter ausgeweitet werden. Um die Inflationsrate zu erhöhen und endlich in Richtung ihres Zielwerts bei etwa 2% zu treiben, signalisieren die Währungshüter ihre Bereitschaft, noch größere Geldfluten in die Finanzmärkte zu spülen.

Bislang hat das groß angelegte Wertpapierkaufprogramm nur wenig Wirkung gezeigt. Erst am Freitag wurde bekannt, dass die Inflation des Euroraums in den negativen Bereich abgerutscht ist. An dieser Entwicklung konnten auch die vielen Milliarden der Zentralbank nichts ändern.

Dollar-Nachfrage zieht an

Seit Ende der vergangenen Woche gelang es dem US-Dollar, sich gegenüber den anderen Hauptwährungen merklich zu stabilisieren. Unter den Anlegern hat sich die Stimmung mehrheitlich aufgehellt, Spekulationen auf eine baldige Zinsanhebung durch die Federal Reserve Bank bestimmen erneut über das Kursgeschehen.

Im Tagesverlauf kletterte der US-Dollar-Index auf 94,93 und baute damit den Abstand zu seinem Tief vom Mittwoch weiter aus. Der Ausblick auf eine sich vergrößernde Kluft zwischen den geldpolitischen Kursen diesseits und jenseits des Atlantiks treibt die Nachfrage nach dem Greenback an.

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