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Geschrieben von forextotal am 16. Oktober 2015

US-Dollar stabilisiert sich zum Wochenende

USA und der Dollar

Gestern nahmen die Vorzeichen für den Kursverlauf der US-amerikanischen Währung eine plötzliche Wendung: Jüngste vorgelegte Daten lassen die Anleger wieder hoffen und zeugen von einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung. Die Märkte wenden sich dem Greenback wieder versöhnlich zu, sogar Zinsfantasien haben plötzlich wieder Hochkonjunktur.

Zinswende ist wieder auf dem Tisch

Allen Prognosen zum Trotz sank die US-Inflationsrate lediglich auf 0% und rutschte nicht in die Deflation ab. Einen überraschenden Aufstieg auf ihr höchstes Niveau seit Juli des vergangenen Jahres gelang der Kerninflation. Positive Signale aber sendete auch der US-Arbeitsmarkt: Offiziellen Zahlen zufolge fiel die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf ein Rekordtief von 255.000. Diese Zahl wurde zuletzt in den 70er Jahren erreicht.

Mit neuer Stärke eroberte sich der Greenback seine Verluste der vergangenen Tage von den anderen Hauptwährungen zurück. Auch das Währungspaar EUR/USD musste unter die Marke von 1,4 USD weichen. Was die neu vorgelegten Zahlen für die geldpolitische Zukunft in den Vereinigten Staaten bedeuten, ist allerdings noch unklar. Fest steht, dass sie die Zinsfantasien der Marktteilnehmer neu beflügelten.

EZB ist expansiv gestimmt

In der kommenden Woche werden sich die Händler an den Finanzmärkten auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank konzentrieren. Fallende Inflationszahlen im gesamten Euroraum weißen auf eine mögliche Intervention der Zentralbank hin. So könnte diese ihr groß angelegtes Anleihekaufprogramm noch weiter ausbauen. Auch wenn es noch zu keiner endgültigen Entscheidung kommen sollte, dürften dovishe Töne der europäischen Währungshüter einen deutlichen Eindruck im Kurs des Euros hinterlassen.

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