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Geschrieben von forextotal am 7. Oktober 2015

Industriedaten bringen Euro ins Straucheln

Europa und der Euro

Tapfer hält sich die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem angeschlagenen US-Dollar über der Marke von 1,12 USD. Nach einigen Verlusten im gestrigen Tagesverlauf konnte sie am Vormittag Spitzen bei 1,1281 USD für sich erkämpfen. Ein wenig Unruhe im Kurs des Euros stifteten hingegen heute vorgelegte Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Die akute Schwäche des US-Dollars hielten die Verluste jedoch bislang begrenzt.

Ernüchternde Zahlen aus Deutschland

Immerhin für ein Sitzungstief reichte die heutige Veröffentlichung ernüchternder Zahlen aus Deutschland aus. Laut des Berichts aus dem Wirtschaftsministerium schrumpfte die Industrieproduktion in Deutschland im Vormonatsvergleich um 1,2%, vor Bekanntmachung der Zahlen gingen Analysten von einem Zuwachs um 0,2% aus. Befürchtungen unter den Anlegern werden laut, dass die globale Wirtschaftsflaute jetzt auch in Europa angekommen sein könnte. Schließlich wurden erst gestern Zahlen publik, die belegten, dass auch die Auftragseingänge der Industrie um 1,8% zurückfielen.

Sollte es keine neuen Hinweise auf Zinserhöhungen durch die Federal Reserve Bank geben, dürfte sich der Euro dennoch in den kommenden Tagen gegenüber dem US-Dollar behaupten und sein gegenwärtiges Niveau halten. Geplatzte Zinsfantasien schenken der Gemeinschaftswährung auch in dieser Woche noch kräftigen Auftrieb.

Yen steigt nach BoJ-Entscheid

Verluste musste der Euro heute auch gegenüber dem Yen hinnehmen. Kräftigen Rückenwind erhielt die japanische Währung vom jüngsten Zinsentscheid der Bank of Japan. Entgegen aller Erwartungen hielten die Währungshüter am gegenwärtigen Niveau des Leitzinses fest und sahen darüber hinaus von einer Ausweitung ihres Konjunkturprogramms ab. Dennoch sind weitere Lockerungsmaßnahmen im Hinblick auf die angeschlagene Wirtschaft Japans nicht vom Tisch, sie könnten noch im Oktober erfolgen. Bereits jetzt fährt das Land einen expansiven geldpolitischen Kurs, dennoch fiel die Kerninflation erstmals seit 2013.

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