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Geschrieben von forextotal am 25. September 2015

US-Dollar: Fed wagt neuen Anlauf

USA und der Dollar

Es war nur ein kurzes Aufbäumen des Euros am gestrigen Donnerstag, der den Wechselkurs des Währungspaars EUR/USD auf eine Spitze von 1,1292 USD hob. Denn schon in der Nacht auf heute verlor die Gemeinschaftswährung erneut an Boden und rutschte unter die Marke von 1,12 USD. Markant sticht der Knick im Kursverlauf hervor, der die Rede der Vorsitzenden der Federal Reserve Bank Janet Yellen markiert. Zuletzt handelte der Euro bei 1,1155 USD.

Yellen setzt hawkishe Signale

Nichts fürchten die globalen Finanzmärkte mehr als die Verunsicherung. Deshalb kippte jüngst auch die Stimmung der Aktienanleger gegenüber der Fed, die eigentlich mit der Beibehaltung des Niedrigzinsniveaus beruhigen wollte - spült dieses doch billiges Notenbankgeld in die Märkte.

Doch das andauernde Hin und Her zwischen hawkishen Kommentaren der Fed-Chefin und kurzfristigen Rückziehern der Währungshüter wurden den Anlegern eindeutig zu bunt. Jetzt möchte Yellen noch einmal einen Anlauf in Richtung Zinswende wagen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Zinsschritte erfolgen - vielleicht dieses Mal ja wirklich.

Ankündigung unter Vorbehalten

Einigkeit herrscht unter den Analysten, dass die Sitzung im Dezember als möglicher Termin für erste Zinsschritte der Amerikaner in Betracht kommt. Eine Anhebung bereits im Oktober erscheint der Mehrheit als verfrüht. Auch Yellen selbst verwies indirekt auf diesen Termin. Sie sprach davon, dass eine Zinserhöhung "später im Jahr" angemessen sei.

Als festes Versprechen dürfen die Worte der obersten Währungshüterin jedoch nicht missverstanden werden: Sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen in den Vereinigten Staaten kurzfristig noch einmal ändern, werden auch die Notenbanker flexibel reagieren und auf eine Anhebung des Leitzinses verzichten. Es bleibt also spannend in den nächsten Wochen, denn ob schwache Arbeitsmarktzahlen, Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten oder globale Konjunkturflaute: Die vergangenen Monate zeigten, wie schnell die Stimmung in der Fed umschlagen kann.

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