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Geschrieben von forextotal am 17. September 2015

SNB-Entscheid: Franken im Aufwind

Trading-Chart

Nach dem Abschied vom Mindestkurs gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung schoss der Wert des Schweizer Franken zunächst in die Höhe - und brachte damit die Wirtschaft des Landes ins Wanken. Auf den Höhenrausch folgte ab Mitte Juli dann der Absturz. Anfang dieses Monats erreichte die Währung ihren Tiefpunkt und drohte auf einen Wechselkurs von 1,10 Franken zuzusteuern. Doch weit gefehlt: Der Franken holt seit dieser Woche zu einer Erholungsbewegung aus, unfreiwillige Unterstützung erhält er dabei von der Nationalbank des Landes.

Nationalbank hält an Minuszins fest

An diesem Donnerstag kündigte die Schweizer Nationalbank an, dass sie ihre Zinssätze auf dem gegenwärtigen Niveau von -0,75% belassen wolle - das Gegenteil dessen also, was die Anleger am heutigen Abend von der Federal Reserve Bank hören möchten.

Doch anders als in Amerika wünscht man sich in der Schweiz eine deutliche Abschwächung der eigenen Landeswährung. Laut Einschätzung der Währungshüter ist der Franken auch nach seiner Korrekturbewegung noch deutlich überbewertet. Deshalb sieht sich die SNB in der Pflicht, in das Geschehen an den Devisenmärkten gezielt einzugreifen und die Währung für Anleger unattraktiv zu machen.

Wertgewinn belastet Konjunktur

Seit die SNB den Kurs der Schweizer Währung vom Wert des Euros abkoppelte und damit ihre massive Aufwertung auslöste, musste die vom Export und Tourismus abhängige Wirtschaft des Landes empfindliche Einbußen hinnehmen. Für dieses und das nächste Jahr prognostizierte die Regierung entsprechend ein unterdurchschnittliches Wachstum. Ironischerweise führte die Ankündigung der Notenbank, die auf die Abschwächung des Franken abzielte, um die Konjunktur im Land wieder anzukurbeln, zu einem neuerlichen Aufschwung der Währung.

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