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Geschrieben von forextotal am 17. Juni 2015

Fed-Zinssitzung im Fokus der Märkte

Trading-Chart

Spekulationen um einen möglichen Zeitpunkt für erste Zinserhöhungen durch die Federal Reserve Bank gehen in die nächste Runde. Die heutige Sitzung des Zinsausschusses der amerikanischen Notenbank markiert den Höhepunkt des Wirtschaftskalenders in dieser Woche. Anleger wie Analysten erhoffen sich von der obersten Währungshüterin Janet Yellen Hinweise auf die künftige Ausrichtung der US-amerikanischen Geldpolitik. Selbst kleinste Signale könnten in dieser Situation für Aufruhr an den Märkten und einen volatilen Ausschlag im Kurs des Greenbacks sorgen.

FOMC-Mitglieder uneins

Nach einem wirtschaftlich schwachen ersten Quartal haben die Marktteilnehmer ihre Erwartungen an die Federal Reserve Bank merklich gedämpft. Eigentlich bereiten die vorgelegten Zahlen keine geeignete Basis für erste Zinsschritte, doch Notenbanker wie Anleger setzen auf ein starkes zweites Jahresviertel der US-Wirtschaft.

Von einer Einigung hinsichtlich der künftigen Geldpolitik waren die FOMC-Mitglieder laut dem jüngsten Protokoll in ihrer letzten Sitzung noch weit entfernt: Während die einen am liebsten sofort die Zinsen anheben würden, tendieren die anderen zu einer Ausweitung der expansiven Maßnahmen. Sollten die Währungshüter auch dieses Mal zu keinem Konsens finden, bedeutete dies für die Zinspolitik Stillstand und die Leitzinsen würden auf ihrem gegenwärtigen Niveau von 0 bis 0,25% verharren.

Chancen auf Zinswende begrenzt

Neueste Konjunkturdaten malen durchaus ein optimistisches Bild vom Zustand der amerikanischen Wirtschaft. Doch ob dieses Signal ausreicht, um die Mehrheit der Mitglieder im Zinsausschuss umzustimmen, bleibt fraglich. Gegen die Zinswende spricht beispielsweise, dass sich die Inflationsrate weiter vom festgelegten Zielwert der Fed entfernt hat. Für erste Schritte hin zu einer konservativeren Geldpolitik hingegen stehen die stabilen Zahlen vom Arbeitsmarkt.

Doch selbst wenn es zu einem ersten Zinsschritt in diesem Jahr kommen sollte: Für die Fed sind nicht mehr als 0,625% drin. Höhere Leitzinsen würden die Verschuldung des amerikanischen Haushalts in historische Höhen treiben.

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