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Geschrieben von forextotal am 12. Juni 2015

Drama um Griechenland geht in die nächste Runde

Trading-Chart

Am Vormittag musste der Euro gegenüber dem US-Dollar Gewinne abgeben. Hinter der Korrekturbewegung steckten die zunehmenden Sorgen um eine mögliche Pleite Griechenlands. Für eine Zuspitzung des Schuldenstreits sorgten gestern die Vertreter des Internationalen Währungsfonds, die abrupt die Verhandlungen abbrachen. EUR/USD erreichte bei 1,1218 USD ein vorläufiges Sitzungstief, im Verlauf des Nachmittags jedoch erholte sich der Kurs und notierte bei 1,1224 USD.

Frust in Brüssel

Empfindlich reagierten die Anleger an den Devisenmärkten auf die Meldung, laut der die Vertreter des IWF den Verhandlungstisch mit der griechischen Regierung verlassen haben. Für die Begründung fand der Sprechers Gerry Rice scharfe Worte, die Organisation warf Griechenland mangelnde Kompromissbereitschaft bei den Arbeitsmarkt- und Rentenreformen vor. Angesichts der verfahrenen Verhandlungssituation verließen die Unterhändler Brüssel bereits am Donnerstag.

Am heutigen Freitag sollen die Gespräche zwischen Premierminister Alexis Tsipras und dem Europäischen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker wie geplant fortgesetzt werden. Auf Seiten der griechischen Regierung zeigte man sich bemüht und schlug vor, ein Abkommen innerhalb der nächsten 24 Stunden zu erreichen.

Warten auf neue Impulse aus den USA

Indes zog die Greenback-Nachfrage vor der Veröffentlichung weiterer Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten weiter an. Die Zahlen zur Konsumstimmung könnten wichtige Hinweise auf die tatsächliche Konjunkturstärke der USA liefern. Bislang übertrafen die Meldungen die Prognosen der Analysten - ein gutes Zeichen, das auch heute Raum für Überraschungen lässt. Selbst die angestiegene Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die die Marktteilnehmer zunächst enttäuschte, wird inzwischen positiv interpretiert. Schließlich blieb sie doch nahe ihres 15-Jahrestief und sendet damit ein optimistisches Signal vom US-Arbeitsmarkt. Wieder neigen die Investoren dazu, auf eine frühe Zinswende durch die Federal Reserve Bank zu wetten.

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