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Geschrieben von forextotal am 11. Juni 2015

Zinssenkung bringt Kiwi ins Straucheln

Trading-Chart

In der Nacht auf Donnerstag überraschte die neuseeländische Notenbank, die Reserve Bank of New Zealand, die Anleger an den Finanzmärkten mit einer Absenkung ihres Leitzinses um 25 Basispunkte auf 3,25%. Laut der Aussage des Vorsitzenden Graeme Wheeler reagierte die Bank mit diesem Schritt auf die niedrige Inflationsrate des Landes, welche sich in den vergangenen Monaten immer weiter von dem angepeilten Ziel bei 2% entfernte. Wheeler schloss weitere, zukünftige Zinssenkungen nicht aus, sollte sich nicht die gewünschte Auswirkung auf die Inflation zeigen.

Die Milch macht´s

In den ersten Monaten des Jahres 2015 war auf globaler Ebene ein Rückgang der Inflation zu beobachten. Zahlreiche Industrieländer waren von dem Preisverfall im Energiesektor betroffen. Andere profitierten zwar wirtschaftlich von diesem Umstand, doch auch hier geriet der Anstieg der Verbraucherpreise ins Stocken.

In Neuseeland präsentiert sich die Lage ein wenig anders: Denn hier sind es in erster Linie die Milchpreise, die über die Entwicklung der Inflation bestimmen. Milch ist das wichtigste Exportprodukt des Landes, deshalb sieht der oberste Währungshüter Wheeler einen direkten Zusammenhang zwischen den gefallenen Milchpreisen und der niedrigen Inflation, gegen die seine Zentralbank jetzt vorgehen möchte. Bereits seit einer Woche hat sich ein Abwärtsdruck im Kurs der neuseeländischen Währung manifestiert. Vermutlich ein Vorbote der gestrigen Entscheidung, ausgelöst von den Wetten der Großspekulanten gegen den Kiwi.

US-Dollar von Arbeitsmarktzahlen belastet

Neueste Zahlen aus den Vereinigten Staaten könnten den Abstieg des Neuseeland-Dollars jedoch etwas ausbremsen. Im Verlauf des Nachmittags musste der US-Dollar einige seiner Gewinne gegenüber den Hauptwährungen abgeben. Dahinter stecken schlechte Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt, genauer stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung entgegen der Vorhersagen der Analysten um 2.000 an. Die Enttäuschung an den Devisenmärkten konnten bislang auch die jüngst publizierten und durchaus optimistischen Daten des US-Handelsministeriums zu den Einzelhandelsumsätzen nicht wieder wett machen.

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