Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 9. Juni 2015

China verfehlt Inflationsprognosen

China und der Renminbi (Yuan)

Auf der heutigen Wirtschaftsagenda stand die Veröffentlichung der neusten Inflationsdaten aus China. Diese sorgte an den Finanzmärkten für einige Überraschung und ließ die Anleger aufhorchen: Denn die Verbraucherpreise stiegen weit weniger stark an, als es von Analysten im Vorfeld erwartet wurde. Diese Nachricht schürt die Sorge der Märkte vor einer schwindenden Dynamik des Wirtschaftsriesen.

Lockerungsmaßnahmen durch PBoC möglich

Laut den jüngst bekannt gegebenen Zahlen liegt die chinesische Inflationsrate bei 1,2%. Damit verfehlte sie nicht nur die Prognosen um ganze 10 Basispunkte sondern entfernte sich noch weiter von der angepeilten Zielmarke bei 3%. Schon treiben die Finanzmärkte Gerüchte um mögliche expansive Maßnahmen seitens der Peoples Bank of China (PBoC), der Zentralbank Chinas, um. Deren Währungshüter kämpfen nicht allein gegen eine schrumpfende Teuerungsrate an. Stehen die enttäuschenden Zahlen doch für die insgesamt schwache Wachstumsrate der chinesischen Wirtschaft.

Noch konnte sich der Kurs des Währungspaars USD/CNH stabil halten, doch mit der Aussicht auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen steigen die Chancen auf eine bearishe Phase. Auf die gedämpfte wirtschaftliche Dynamik deutet darüber hinaus der stark abgeflachte Import von Öl, der zu Beginn dieser Woche die Preise belastet. Händler zeigen sich überrascht von der geringen Nachfrage aus China, während des Monats Mai war das Importvolumen nach einem starken April um rund ein Viertel eingebrochen. Der Preis für ein Barrel Brent rutschte im Vergleich zum Freitag um 29 Cent ab, die Sorte WTI gar um 41 Cent.

Yen verlässt Rekordtief

Gegenüber dem en jedoch ist dem steten Aufwärtsstreben des Greenbacks ein jähes Ende gesetzt worden. Am Nachmittag notierte USD/JPY bei 124,20 JPY, weit entfernt also von seinem Dekadenhoch bei 125,84 JPY, auf das ihn die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen vom vergangenen Freitag katapultierten. Obwohl sich das Paar JPY/USD vorerst von seinem Mehrjahreshoch zurückzog, setzen die Anleger auf breiter Front auch weiterhin auf einen schwachen Yen.

Schreibe einen Kommentar

Impressum