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Geschrieben von forextotal am 2. Juni 2015

Inflationsdaten entlasten den Euro

Europa und der Euro

Von der Sitzung der Europäischen Zentralbank kommenden Mittwoch erwartet wohl niemand ernsthaft einen geldpolitischen Richtungswechsel. Dennoch wird ihr eine wichtige Rolle auf dem Wirtschaftskalender dieser Woche zuteil: Zum einen erwarten die Anleger die Einschätzung des EZB-Chefs Draghi zur Wirksamkeit der jüngst verabschiedeten QE-Maßnahmen. Zum anderen bietet die anhaltende Spannung zwischen der neuen griechischen Regierung und ihren Geldgebern Raum für Spekulationen.

Grexit beherrscht das Kursgeschehen

Für die Finanzwelt Europas gibt es derzeit kein Entkommen vor dem Thema Griechenland, gleiches gilt auch für die Währungshüter der EZB. In der Pressekonferenz, die auf die Zinssitzung folgt, dürfte denn der so genannte Grexit auch entsprechenden Raum einnehmen.

Mario Draghi war auch diese Woche wieder unterwegs und stimmte sich mit den Geldgebern des Landes ab. Wichtige Figuren in diesem griechischen Drama sind neben Draghi und der Regierung selbst die IWF-Chefin Lagarde, EU-Kommissionspräsident Juncker, der französische Präsident Hollande sowie die deutsche Bundeskanzlerin. Indes sprechen Finanzexperten ganz offen über einen möglichen Austritts Griechenlands aus der Währungsunion und schätzen die Folgen als wenig dramatisch ein.

Verbraucherpreise ziehen wieder an

Fast unbemerkt blieb hinter dieser Aufregung die Veröffentlichung wichtiger Inflationsdaten aus der Eurozone zurück. Mittlerweile zeigt das milliardenschwere Maßnahmenpaket der EZB Wirkung, wenn auch die größte Kritik an der Maßnahme, nämlich dass sie vornehmlich Geld in die Finanzmärkte pumpt und nicht die Investitionen in der Wirtschaft fördert, noch nicht vom Tisch ist. Doch die Verbraucherpreise in der Eurozone ziehen langsam wieder an, die Gefahr einer Deflation scheint vorerst gebannt. Im Mai wuchs die Inflationsrate auf 0,3% an und übertraf damit die Prognosen der Analysten. Mit den ansteigenden Preisen könnte sich der übergeordnete Druck auf den Wert des Euros etwas abschwächen.

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