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Geschrieben von forextotal am 22. Mai 2015

Euro unbeeindruckt von optimistischem Ifo-Index

Europa und der Euro

Zum Ende der aktuellen Woche steht ein prall gefüllter Wirtschaftskalender mit neuen Impulsen für die Kurse des Euros und des US-Dollars. Heute morgen erfolgte die Veröffentlichung der jüngsten Zahlen zum Ifo-Geschäftsklimaindex, die dem Dax jedoch kaum eine Reaktion entlocken konnte. Lediglich der Euro strebte kurzzeitig bis über die Marke von 1,117 USD, musste anschließend seine Gewinne aber auch schon wieder abgeben.

Wirtschaft auf Wachstumskurs

Entgegen der pessimistischen Vorzeichen des jüngsten ZEW-Indexes bleibt die deutsche Wirtschaft weiterhin auf Wachstum eingepolt. So jedenfalls präsentieren sich die Zahlen des heute vorgelegten wichtigsten Konjunkturbarometers, dem Ifo-Index. Dieser ist im Monat Mai zwar leicht abgefallen, das Ergebnis konnte dennoch die Erwartungen der Analysten übertreffen. Nur ein haarfeiner Unterschied besteht zwischen den 108,6 Zählern im April und dem aktuellen Punktestand von 108,5 im Barometer für das Geschäftsklima. Es ist zugleich der erste zaghafte Rückgang nach einem steten Anstieg in den vergangenen sechs Monaten.

Allgemein schätzen die 7.000 befragten Manager ihre aktuelle Geschäftslage leicht besser, doch ihre Aussichten etwas schlechter ein als noch im Vormonat. Trotz einiger Dämpfer wie die geschrumpften Exportzahlen zu Jahresbeginn und dem eher enttäuschenden Plus im Bruttoinlandsprodukt setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft ungebremst fort. Dabei erweist sich der geschwächte Euro als maßgebliche Triebfeder, von den niedrigen Ölpreisen konnte die Bundesrepublik bislang weniger stark profitieren.

Bewährungstest für den Greenback

Im Fokus der Devisenhändler steht am Nachmittag die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten. Den Erwartungen zufolge dürfte die Teuerungsrate im Monat April noch weiter in den Negativbereich abgerutscht sein und bei etwa -0,2% liegen. Damit würden die noch bestehenden Hoffnungen auf eine baldige Zinswende zerschlagen und erste Schritte der Fed hin zu einer konservativeren Geldpolitik in noch weitere Ferne rücken. Auf die enttäuschten Zinsfantasien der Anleger reagierte der US-Dollar bereits in den vergangenen Wochen mit teils emfpindlichen Verlusten.

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