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Geschrieben von forextotal am 11. Mai 2015

Euro erneut in den Fängen des griechischen Dramas

Europa und der Euro

Zum Beginn der neuen Woche ist es vorerst vorbei mit den kräftigen Kursgewinnen der europäischen Gemeinschaftswährung der vergangenen Tage. An diesem Montag musste der Euro gegenüber den anderen Hauptwährungen teils kräftige Verluste hinnehmen und verließ gegenüber dem US-Dollar sein Zweimonatshoch bei 1,1391 USD, das er am Donnerstag erreichte. Zwischenzeitlich war der Euro nur noch rund 1,1137 USD wert. Grund für die neuerlichen Kursverluste sind die stockenden Verhandlungen zwischen den europäischen Finanzministern und Athen. An den Finanzmärkten mehren sich die Sorgen über die finanzielle Zukunft Griechenlands innerhalb der EU.

Verfahrene Situation zwischen Athen und EU

Noch heute beginnen die neuen Verhandlungsrunden, die sich mit den griechischen Staatsschulden auseinandersetzen. Für Athen steht auch dieses Mal wieder viel auf dem Spiel, die Regierung bemüht sich mit ihren internationalen Kreditgebern eine Einigung zu erzielen und hofft auf weitere Rettungsgelder aus Europa. Im Gegenzug hat sie eine Reihe von Wirtschaftsreformen zu bieten.

Mithilfe der Gelder aus dem Rettungspaket soll die noch immer drohende Liquiditätskrise abgewendet werden. Im Vorfeld der Gespräche zeigte sich aber auch die tiefe Kluft zwischen den Vertretern der griechischen Regierung auf der einen und den Ländern der Eurozone auf der anderen Seite. Auch über die zahlreichen vergangenen Treffen und Verhandlungstermine hinweg blieben einige grundsätzliche Streitpunkte unangetastet.

Ohne Hilfen droht die Staatspleite

Hintergrund für die neuerliche Dringlichkeit der Verhandlungen ist unter anderen die anstehende Rückzahlung von etwa 770 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds, diese ist am Dienstag fällig. Unter der Hand räumt man Griechenland noch etwa einen Zeitraum bis Ende Juni ein, um sich ohne weitere Hilfen über Wasser zu halten. Längst ist der drohende Staatsbankrott kein Tabuthema mehr, auch nicht in der internationalen Finanzbranche. So arbeitet der IWF bereits jetzt mit den Nachbarstaaten Griechenlands an einem Notfallplan für den Fall der Pleite. Bis weitere Hilfen in Aussicht stehen, bleibt dem angeschlagenen Staat nichts weiter übrig als fällige Zahlungen hinauszuschieben und so das noch verfügbare Kapital ein wenig zu strecken.

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