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Geschrieben von forextotal am 8. Mai 2015

Ausgang der Unterhauswahlen beflügelt Pfund-Kurs

Britisches Pfund (GBP)

Überraschend eindeutig gestaltete sich der Sieg der Konservativen bei den Unterhauswahlen in Großbritannien. Die Finanzmärkte reagierten auf dieses Ergebnis mit großer Erleichterung, die britische Börs konnte im Tagesverlauf kräftige Gewinne einfahren. Auch das britische Pfund reagierte prompt mit einem Aufwärtsschub, gegenüber dem US-Dollar erreichte die Währung ein Zweimonatshoch bei 1,5522 USD.

Tories können im Alleingang regieren

Groß waren die Sorgen um die politische Zukunft des Inselstaats, doch der gefürchtete Patt zwischen den Parteien ist schließlich ausgeblieben. Laut den Hochrechnungen der BBC konnte die konservative Regierungspartei 325 der 650 Sitze im Parlament für sich gewinnen. Damit können der Premierminister David Cameron und seine Tories künftig auf eine Koalition mit den Liberaldemokraten verzichten.

In den vergangenen Wochen hatte die Unsicherheit auf der politischen Bühne auch die Anleger an den Devisenmärkten erfasst, das Pfund musste deutlich an Wert einbüßen. Heute interpretieren zahlreiche Analysten den Wahlausgang mit dem Sieg der konservativen Regierungspartei als ein marktfreundliches Ergebnis. Selbst von den heute vorgelegten, durchwachsenen Wirtschaftsberichten ließ sich das Stimmungshoch an den Märkten nicht eintrüben.

Brexit bleibt auf dem Tisch

Für Turbulenzen könnte Cameron in den kommenden Monaten dennoch sorgen. Vorläufig halten sich die Konservativen nämlich einen "Brexit", also den Austritt Großbritanniens aus der EU, offen. Dazu hatte der Premierminister im Vorfeld der Wahlen ein Referendum versprochen, das über den Verbleib in der Europäischen Union bestimmen soll. Doch auch wenn das drohende Gebären der britischen Konservative für einige Unruhe bei den Unioneuropäern sorgt - ein tatsächlicher Austritt bleibt nach wie vor sehr unwahrscheinlich. Denn selbst unter den Tories gibt es zahlreiche Befürworter der EU, sie sind vor allem in Industrie und Finanzwirtschaft zu finden. Sollte das britische Herz auch nicht für Europa schlagen, die Entscheidung für die EU-Mitgliedschaft ist pragmatisch und vernünftig.

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