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Geschrieben von forextotal am 5. Mai 2015

Konjunkturflaute setzt Pfund unter Druck

Britisches Pfund (GBP)

Auf ein Sitzungstief muss sich das britische Pfund an diesem Dienstag zurückziehen. Zahlen belegen, dass der britische Bausektor im April an Dynamik eingebüßt hat. Zusätzlich wirken sich die politischen Unsicherheiten im Vorfeld der Wahl am kommenden Donnerstag belastend auf den Kurs der britischen Währung aus. Das Währungspaar GBP/USD fiel auf ein Tief von 1,5088 USD, notierte zwischenzeitlich jedoch wieder deutlich über der Marke von 1,51 USD.

Verlangsamtes Wachstum im Bausektor

Laut den jüngst erhobenen Zahlen des Forschungsinstituts Markit, fiel der Einkaufsmanagerindex für den britischen Bausektor von 57,8 Punkten im März auf 54,2 Zähler zurück. Analysten hatten einen bedeutend geringeren Rückgang auf 57,5 vorhergesagt. Tatsächlich wuchs der Bausektor aber langsamer als die 22 Monate zuvor.

Hinter den durchwachsenen Zahlen aus der Baubranche sollen in erster Linie die anstehenden Unterhauswahlen stecken. Angeblich haben die Firmen wichtige Investitionsentscheidungen auf die Zeit nach der Wahl verschoben. Insgesamt zeigt sich die Branche durchaus solide, so verbleibt der Geschäftsklimaindex für die kommenden 12 Monate ungebrochen auf einem hohen Niveau und auch das Stellenwachstum blieb stabil.

Unterhauswahlen halten Märkte in Atem

Erst vergangene Woche wurde das Vertrauen der Anleger in das Pfund durch die Veröffentlichung ernüchternder Wirtschaftsdaten erschüttert. Nicht nur hatte das produzierende Gewerbe Einbußen zu vermelden, das gesamte Wirtschaftswachstum Großbritanniens verlangsamte sich in den ersten Monaten des Jahres merklich. Für die Anleger ist in dieser Situation die für Mittwoch anstehende Veröffentlichung von Umfragedaten aus dem Dienstleistungssektor, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige der Insel, von umso größerer Bedeutung, um die konjunkturelle Perspektive des Landes einschätzen zu können.

Großen Einfluss auf den Kursverlauf des Pfunds wird in den kommenden Wochen sicherlich auch die Parlamentswahl ausüben. Aktuell steigt die Wahrscheinlichkeit eines gespalteten Parlaments, gepaart mit der politischen Instabilität, die eine Koalitionsregierung mit sich bringt.

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